Europa steht eine Hitzewelle bevor: Die Temperaturen werden auf bis zu +40 °C steigen
Inhaltsübersicht
- Die erste große Hitzewelle des Jahres 2026 überrollt Europa
- In welchen Ländern wird es am heißesten sein?
- Warum werden Hitzewellen in Europa immer stärker?
- Wie wird sich die Hitze auf das Leben, die Energieversorgung und den Reiseverkehr auswirken?
- Was raten Ärzte und Meteorologen bei ungewöhnlicher Hitze?
Europa wird von der ersten großen Hitzewelle dieses Jahres heimgesucht. In einigen Ländern werden die Temperaturen in den nächsten Tagen bereits 5–11 °C über dem Normalwert liegen, und in Spanien könnten die Temperaturen auf fast +40 °C steigen. Erfahren Sie mehr darüber, wo Temperaturrekorde erwartet werden, wie sich die Hitzeglocke auf das Wetter auswirken wird und warum die Hitze in Europa immer gefährlicher wird
Europa bereitet sich auf die erste große Hitzewelle dieses Jahres vor. Bereits Ende Mai werden die Temperaturen in einer Reihe von Ländern die klimatische Norm um 5–11 °C übersteigen, und in einzelnen Regionen Spaniens sagen Wetterexperten fast +38…+40 °C voraus. Die außergewöhnlichsten Wetterbedingungen werden in Großbritannien, Frankreich, Spanien und Deutschland erwartet, wo neue Temperaturrekorde für diese Jahreszeit möglich sind.
Als Ursache für die starke Erwärmung nennen Meteorologen den sogenannten „Hitzedom“ – ein starkes Hochdruckgebiet, das heiße Luft über Europa hält und eine Abkühlung der Atmosphäre verhindert. Dadurch verstärkt sich die Hitze, während die Niederschlagsmenge drastisch abnimmt. Wie Bloomberg berichtet, werden die Temperaturen in einigen Städten bereits in den nächsten Tagen eher für Juli als für Ende Mai typisch sein.
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Die erste große Hitzewelle des Jahres 2026 überrollt Europa
In den nächsten Tagen wird der größte Teil West- und Südeuropas unter dem Einfluss eines starken Hochdruckgebiets stehen, das Meteorologen als „Hitzekuppel“ bezeichnen. Dieses atmosphärische Phänomen hält heiße Luft in Bodennähe fest und verhindert, dass kühlere Luftmassen die Wetterlage verändern. Infolgedessen steigen die Temperaturen rapide an, während der Himmel nahezu wolkenlos bleibt.
Nach Angaben der Wetterdienste werden die Temperaturen in einigen Ländern 5–11 °C über den klimatischen Durchschnittswerten für Ende Mai liegen. Die größten Abweichungen werden in Großbritannien, Frankreich und Spanien erwartet. In einigen Regionen der Iberischen Halbinsel kann sich die Luft auf bis zu +38 °C erwärmen, was bereits an die sommerlichen Temperaturrekorde heranreicht.
Besonders ungewöhnlich wird die Hitze für Großbritannien sein. In London werden bereits in den nächsten Tagen bis zu +32 °C vorhergesagt – für Ende Mai ist das ein sehr hoher Wert. In Frankreich wird die Temperatur in Paris auf etwa +31 °C steigen, im Südwesten des Landes könnten sogar +35 °C überschritten werden.
Wetterexperten weisen zudem darauf hin, dass Europa nach mehreren Wochen unbeständigen Wetters mit Gewittern und starken Temperaturschwankungen nun in eine trockenere und ruhigere Wetterphase eintritt. Mit dem sonnigen Wetter steigen jedoch die Risiken von Hitzewellen in den Städten, Problemen für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einer erhöhten Belastung der Stromnetze.
In welchen Ländern wird es am heißesten sein?
Die höchsten Temperaturen sagen die Meteorologen für die Länder West- und Südeuropas voraus. In vielen Regionen wird das Wetter eher an den Hochsommer als an Ende Mai erinnern. Nach Einschätzung der Meteorologen könnten einzelne Städte an die historischen Temperaturrekorde für diesen Zeitraum heranreichen.
Großbritannien
In London wird die Temperatur auf etwa +32 °C steigen. Britische Meteorologen haben die bevorstehende Hitzewelle bereits als eines der auffälligsten frühen Hitzeereignisse der letzten Jahre bezeichnet. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Tagestemperatur in der britischen Hauptstadt liegt Ende Mai normalerweise bei etwa +18 bis +20 °C.
Frankreich
In Paris werden etwa +31 °C vorhergesagt, und im Südwesten Frankreichs kann sich die Luft auf bis zu +35 °C erwärmen. Eine besonders schwierige Situation wird in den Binnenregionen des Landes erwartet, wo sich die Hitze aufgrund des trockenen Wetters noch stärker bemerkbar machen wird.
Spanien
Gerade Spanien wird zu einem der Hauptschwerpunkte der ungewöhnlichen Hitze. In einigen Regionen des Landes sagen Wetterexperten bis zu +38 °C voraus, und lokal kann die Temperatur sogar bis zu +40 °C erreichen. Solche Werte sind eher für Juli oder August typisch als für den Frühling.
Deutschland
Auch in Deutschland werden die Temperaturen über dem Normalwert liegen. In einer Reihe von Städten werden +27…+30 °C erwartet, und aufgrund des schwachen Windes und des trockenen Wetters steigt das Risiko von lokalen Bränden und einer Überhitzung in Großstädten.
Vergleich der prognostizierten Temperaturen mit der klimatischen Norm in Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Spanien. Quelle: Atmospheric G2 / ECMWF IFS.
Warum werden Hitzewellen in Europa immer stärker?
Klimatologen weisen darauf hin, dass Europa bereits im Frühjahr immer häufiger mit ungewöhnlich hohen Temperaturen konfrontiert ist. Während früher die gefährlichsten Hitzewellen meist im Juli oder August auftraten, beginnt das Extremwetter nun deutlich früher und hält länger an.
Als eine der Hauptursachen wird der globale Klimawandel genannt. Durch den Anstieg der durchschnittlichen Lufttemperatur bilden sich „Hitzekuppeln“ häufiger, und die Hitze wird intensiver. Nach Angaben europäischer Klimadienste war das letzte Jahrzehnt das wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Europa.
Eine zusätzliche Rolle spielt die Austrocknung der Böden. Wenn der Boden Feuchtigkeit verliert, kühlt er die Luft durch Verdunstung weniger gut ab. Infolgedessen steigt die Temperatur an der Oberfläche weiter schnell an, und die Regenwahrscheinlichkeit sinkt.
Besonders stark leiden Großstädte unter der Hitze. Asphalt, Beton und dichte Bebauung speichern tagsüber Wärme und geben sie nachts nur langsam wieder ab. Dadurch kann die Temperatur in Großstädten um mehrere Grad höher sein als in den Vororten.
Nach Schätzungen von Forschern starben während der großflächigen Hitzewellen des Jahres 2022 in Europa mehr als 70.000 Menschen. Am stärksten betroffen waren Italien, Spanien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Genau deshalb bezeichnen Meteorologen extreme Hitze immer häufiger als eine der größten klimatischen Bedrohungen für Europa.
Wie wird sich die Hitze auf das Leben, die Energieversorgung und den Reiseverkehr auswirken?
Die ungewöhnliche Hitze könnte bereits in den nächsten Tagen nicht nur das Wohlbefinden der Menschen beeinträchtigen, sondern auch den Verkehr, die Energiesysteme und die touristische Infrastruktur in Europa. Die größten Risiken werden in Großstädten erwartet, wo die Temperaturen aufgrund der dichten Bebauung und des Mangels an Grünflächen traditionell deutlich stärker zu spüren sind.
Aufgrund der Hitze wird in vielen Ländern der Einsatz von Klimaanlagen und Kühlsystemen stark zunehmen. Dies wird die Stromnetze zusätzlich belasten, insbesondere in Frankreich, Spanien und Italien. Gleichzeitig wird das sonnige Wetter die Stromerzeugung durch Solarkraftwerke steigern. Die Windenergieerzeugung in Frankreich und Deutschland wird hingegen aufgrund schwacher Winde vorübergehend zurückgehen.
Die Hitze kann auch Probleme für den Verkehr verursachen:
- Überhitzung der Eisenbahnschienen;
- Verspätungen bei einzelnen Zügen;
- Erhöhte Belastung des öffentlichen Nahverkehrs;
- Erhöhtes Risiko von Waldbränden in der Nähe von Autobahnen und Tourismusregionen.
Touristen, die durch Südeuropa reisen, wird besondere Vorsicht geraten. In den beliebten Reisezielen Spaniens, Frankreichs und Portugals können die Tagestemperaturen für längere Ausflüge oder aktive Erholung im Freien gefährlich sein.
Ärzte warnen zudem vor Risiken für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Kinder und ältere Menschen. Während Hitzewellen verzeichnen die medizinischen Dienste in Europa traditionell einen Anstieg der Fälle von Hitzeschlägen, Dehydrierung und Atemproblemen.
Was raten Ärzte und Meteorologen bei ungewöhnlicher Hitze?
Während extremer Hitzewellen raten Mediziner, besonders auf den Flüssigkeitshaushalt zu achten und längere Aufenthalte in der prallen Sonne zu vermeiden. Als gefährlichste Tageszeit gelten die Stunden von 11:00 bis 16:00 Uhr, wenn Temperatur und UV-Strahlung ihren Höhepunkt erreichen.
Experten empfehlen:
- Trinken Sie regelmäßig Wasser, auch wenn Sie keinen Durst verspüren;
- Vermeiden Sie tagsüber intensive körperliche Anstrengungen;
- Tragen Sie helle und leichte Kleidung;
- Verwenden Sie Sonnenschutzmittel;
- Halten Sie sich nach Möglichkeit in kühlen oder klimatisierten Räumen auf.
Besonders weisen Wetterexperten auf die Risiken für Touristen hin. Aufgrund der hohen Temperaturen können beliebte Städte in Südeuropa für längere Spaziergänge weniger angenehm sein, insbesondere am Nachmittag. In einigen Regionen Spaniens und Frankreichs kann die Temperatur des Asphalts und der Oberflächen in der Sonne +50 °C überschreiten.
Ärzte raten zudem davon ab, Kinder und Tiere auch nur für wenige Minuten in geschlossenen Autos zurückzulassen. Nach Angaben europäischer Gesundheitsbehörden kann die Temperatur im Inneren eines Autos bei sonnigem Wetter in weniger als 10 Minuten auf ein gefährliches Niveau ansteigen.
Wetterexperten warnen, dass die aktuelle Hitzewelle nur der Anfang einer schwierigen Sommersaison für Europa sein könnte. Klimamodelle zeigen, dass für den Kontinent im Jahr 2026 ein hohes Risiko für neue Temperaturrekorde und lange Dürreperioden besteht.
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Häufig
gestellte Fragen
Wann wird in Europa der Höhepunkt der Hitzewelle erwartet?
In welchen Ländern wird es am heißesten sein?
Was ist ein „Hitzedom“?
Warum treten Hitzewellen in Europa immer häufiger auf?
Wie kann man sich bei ungewöhnlicher Hitze schützen?
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