Reiseziele in England statt London: Die schönsten Orte des Landes
Inhaltsübersicht
- Warum entscheiden sich Touristen immer häufiger für England außerhalb Londons?
- Die Scilly-Inseln: britische Tropen mit schneeweißen Stränden
- Die Welsh Marches: eine Region mit alten Burgen und mittelalterlichem Flair
- York: Stadt der Wikinger und mittelalterlicher Gassen
- Cornwall: die Region mit den schönsten Küsten Englands
- Das Lake District: eine der malerischsten Regionen Großbritanniens
London ist nach wie vor die größte Touristenattraktion Großbritanniens, doch immer mehr Reisende suchen nach weniger überlaufenen und stimmungsvollen Reisezielen. Von Inseln mit türkisfarbenem Wasser über mittelalterliche Städte bis hin zu malerischen Küsten – England hat weit mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Erfahren Sie mehr über die interessantesten Orte des Landes, die Sie 2026 in Ihre Reiseroute aufnehmen sollten
Laut Angaben britischer Reiseplattformen und regionaler Reise-Rankings wird die Beliebtheit des sogenannten „Slow Travel“ – also Reisen abseits der Großstädte mit Schwerpunkt auf Natur, lokaler Kultur und authentischen Erlebnissen – in England im Jahr 2026 weiter zunehmen. Genau deshalb entscheiden sich viele Touristen immer häufiger nicht für London, sondern für Kleinstädte, Inseln und Küstenregionen.
Einige Ecken Englands können selbst diejenigen überraschen, die schon mehrmals in Großbritannien waren. Hier findet man Strände, die denen des Mittelmeers ähneln, alte Burgen, Städtchen mit einer märchenhaften Atmosphäre und einige der schönsten Naturlandschaften Europas.
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Warum entscheiden sich Touristen immer häufiger für England außerhalb Londons?
London bleibt zwar eine der meistbesuchten Städte Europas, doch in den letzten Jahren haben sich die Reisetrends in Großbritannien deutlich verändert. Aufgrund hoher Preise, langer Warteschlangen, überlasteter Verkehrsmittel und eines ständigen Touristenstroms suchen viele Reisende nach ruhigeren und stimmungsvolleren Reisezielen. Besonders beliebt sind kleine Städte, Küstenregionen und Naturlandschaften geworden.
Ein weiterer Grund ist die Beliebtheit von Slow Travel. Touristen wollen immer seltener „alles in zwei Tagen schaffen“, sondern lieber mehr Zeit an malerischen Orten verbringen, die Natur, die lokale Küche und die echte britische Atmosphäre genießen. Genau deshalb ist die Beliebtheit von Cornwall, dem Lake District, York und den Scilly-Inseln stark gestiegen.
Außerdem ist das ländliche England oft günstiger als London. In vielen Städten kostet die Unterkunft 30–50 % weniger als in der Hauptstadt, und Restaurants, Verkehrsmittel und Unterhaltungsangebote sind für Touristen erschwinglicher. Dies ist besonders wichtig vor dem Hintergrund der allgemeinen Verteuerung von Reisen in Europa in den Jahren 2025–2026.
Heute ziehen folgende Attraktionen Touristen an:
- Historische Schlösser und mittelalterliche Städte
- Dramatische Küstenlandschaften
- Nationalparks und Wanderwege
- Kleine Fischerdörfer
- Weniger überlaufene Strände und Naturlandschaften
Genau deshalb nutzen immer mehr Reisende London nur als Ausgangspunkt für ihre weitere Reise durch England.
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Die Scilly-Inseln: britische Tropen mit schneeweißen Stränden
Die Scilly-Inseln – einer der ungewöhnlichsten Orte Englands, von dem viele Touristen noch nie gehört haben. Der Archipel liegt im Atlantik, etwa 45 Kilometer vor der Küste von Cornwall, und erinnert eher an einen Mittelmeer-Badeort als an das typische Großbritannien. Hier gibt es türkisfarbenes Wasser, weiße Strände und ein mildes Klima, wodurch auf den Inseln sogar subtropische Pflanzen wachsen.
Die größte Insel ist St. Mary’s. Hierher kommen die meisten Touristen, doch die wahre Atmosphäre des Archipels offenbart sich auf den kleinen Inseln Tresco, St. Martin’s und Bryger. Hier gibt es fast keine Autos, dafür aber schmale Pfade entlang des Ozeans, kleine Buchten und alte Steinhäuser.
Eine der Hauptattraktionen der Scilly-Inseln ist die unberührte Natur. Vor der Küste kann man oft Robben, Delfine und seltene Seevögel beobachten. Und dank des klaren Wassers sind Schnorcheln und Bootsausflüge hier sehr beliebt.
Die Inseln sind mit dem Flugzeug oder der Fähre von Cornwall aus zu erreichen. Die beste Reisezeit ist von Mai bis September, wenn die Temperaturen hier deutlich angenehmer sind als in vielen anderen Regionen Großbritanniens.
In unserem vorherigen Artikel haben wir über preiswerte Urlaubsziele in Europa für 2026 berichtet.
Die Welsh Marches: eine Region mit alten Burgen und mittelalterlichem Flair
Trotz ihres Namens sind die Walisischen Marken kein eigenständiges Land, sondern eine historische Grenzregion zwischen England und Wales. Genau hier tobten jahrhundertelang Konflikte zwischen englischen und walisischen Herrschern, weshalb die Region heute für ihre Vielzahl an Festungen, Burgen und mittelalterlichen Städtchen bekannt ist.
Das Besondere an dieser Region ist die Atmosphäre des alten Großbritanniens ohne Touristenmassen. Hier kann man Steinburgen aus dem 11. bis 13. Jahrhundert, alte Pubs, enge Gassen und grüne Hügel bewundern, die wie Kulissen für einen historischen Film wirken.
Zu den bekanntesten Orten der Region zählen:
- Ludlow Castle – eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Festungen Englands
- Die Stadt Hereford mit ihrer riesigen Kathedrale
- Das Wyre-Tal – eine malerische Region für Roadtrips und Wanderungen
- Die historischen Marktstädte Ross-on-Wye und Leominster
Besonders die lokale Gastronomie zieht Touristen an. Die Region ist bekannt für ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse, ihren Käse, ihren Cider und ihre traditionellen britischen Pubs, in denen oft Gerichte nach alten Rezepten zubereitet werden.
Am besten erkundet man die walisischen Marken mit dem Auto. So kann man kleine Dörfer, alte Brücken, Aussichtspunkte und Naturlandschaften entdecken, die normalerweise nicht auf den beliebten Touristenrouten liegen.
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York: Stadt der Wikinger und mittelalterlicher Gassen
York gilt als eine der schönsten historischen Städte Englands. Sie ist über 2000 Jahre alt, und zu verschiedenen Zeiten lebten hier Römer, Wikinger und Angelsachsen. Heute zieht die Stadt Touristen mit der Atmosphäre des mittelalterlichen Englands, ihren engen Gassen und ihrer historischen Architektur an.
Die Hauptsehenswürdigkeit ist die York Minster, eine der größten gotischen Kathedralen Europas. Nicht weniger beliebt ist die Shambles Street, die oft als Vorbild für die schräge Gasse aus „Harry Potter“ bezeichnet wird. Hier befinden sich kleine Läden, Cafés und Häuser aus dem 15. Jahrhundert.
Sehenswürdigkeiten in York:
- Die fast 700 Jahre alten Stadtmauern
- Das Wikinger-Museum Jorvik
- Alte Pubs mit einer jahrhundertelangen Geschichte
- Der Fluss Ouse und die Spazierwege entlang des Flusses
Die Stadt eignet sich gut für einen Kurztrip von 2–3 Tagen. Man erreicht die Stadt mit dem Zug von London aus in etwa 2 Stunden.
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Cornwall: die Region mit den schönsten Küsten Englands
Cornwall liegt im Südwesten Englands und ist bekannt für seine Klippen, Meeresstrände und kleinen Fischerdörfer. Genau hierher fahren die Briten oft in den Sommerferien, anstatt in ausländische Ferienorte.
Die Region ist besonders bei Surfern und Road-Trip-Fans beliebt. Hier gibt es Dutzende von Aussichtspunkten entlang des Atlantiks, Sandstrände und Wanderwege an der Küste.
Die bekanntesten Orte in Cornwall:
- St. Ives – eine Kurstadt mit Kunstgalerien und Stränden
- Land’s End – der westlichste Punkt Englands
- St. Michael’s Mount auf der Insel
- Kynans Cove mit seinem türkisfarbenen Wasser
Cornwall wurde auch durch die Serien „Poldark“ und „House of the Dragon“ bekannt, in denen die lokalen Landschaften als Kulisse dienten. Dadurch hat der Touristenstrom in die Region in den letzten Jahren erheblich zugenommen.
Die beste Reisezeit ist von Juni bis September, doch selbst im Sommer kann sich das Wetter hier aufgrund des ozeanischen Klimas schnell ändern.
Im vorherigen Artikel haben wir über 5 unterschätzte Städte in Europa berichtet, die Sie wirklich überraschen können.