Visumfreier Transit China 2026: 240 Stunden für 57 Länder
China hat den 240-Stunden-Transit ohne Visum auf 57 Länder ausgeweitet. Erfahren Sie mehr über die Einreisebedingungen, die Länderliste und die Meldevorschriften während des Aufenthalts
Reisende, die einen Zwischenstopp in China früher als öde Wartezeit im Transitbereich empfanden, können daraus jetzt eine kleine Zusatzreise machen. Seit dem 20. August 2026 sind Kirgisistan und Vietnam der Liste der Staaten beigetreten, deren Bürger die visumfreie Transitregelung Chinas nutzen können – damit haben nun bereits 57 Länder Anspruch auf einen 10-tägigen Aufenthalt ohne Visum. Es ist bereits die vierte Erweiterung des Programms seit seinem Start im Dezember 2024, und Peking scheint dabei nicht stehen bleiben zu wollen.
Das Programm entstand nicht auf einmal in seiner heutigen Form. Zunächst galt eine 72-Stunden-, dann eine 144-Stunden-Regelung, und erst Ende 2024 entschied sich China, Reisenden volle 10 Tage – 240 Stunden – zu gewähren. In dieser Zeit lässt sich nicht nur ein Anschlussflug erreichen, sondern auch ein Abstecher nach Peking, ein Spaziergang durch Shanghai oder ein kurzer Besuch in Guangzhou einplanen, während man auf den Weiterflug in ein Drittland wartet.
Lesen Sie auch: 24-Stunden-Transit ohne Visum, neue Flughäfen, Umsteigeregeln und Anforderungen an Reisende in China 2026.
Reisen verlaufen selten genau nach Plan – ein verspäteter Flug, verlorenes Gepäck oder eine plötzliche Erkältung können überall passieren, und ein Transit durch ein anderes Land ist da keine Ausnahme.
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Wer hat 2026 Anspruch auf den 240-Stunden-Transit?
Die visumfreie Einreise steht mittlerweile Bürgern von 57 Ländern offen, und die Liste umfasst nahezu ganz Europa, Teile Asiens, Nord- und Südamerika sowie Ozeanien.
- Europa (40 Länder): Österreich, Belgien, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, die Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, die Schweiz, Monaco, Russland, das Vereinigte Königreich, Irland, Zypern, Bulgarien, Rumänien, die Ukraine, Serbien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Nordmazedonien, Albanien und Belarus.
- Amerika (6 Länder): die USA, Kanada, Brasilien, Mexiko, Argentinien, Chile.
- Ozeanien (2 Länder): Australien, Neuseeland.
- Asien (9 Länder): Südkorea, Japan, Singapur, Brunei, die VAE, Katar, Indonesien sowie die neuesten Mitglieder – Vietnam und Kirgisistan.
Bemerkenswert: Nicht jedes große Land steht auf der Liste. Indien etwa fehlt bislang, weshalb indische Staatsangehörige für einen Transit durch China in der Regel ein reguläres Visum benötigen. Bevor man also eine Route über Peking oder Shanghai plant, lohnt sich ein Blick auf die Liste – selbst wenn ein Nachbarland bereits teilnimmt, garantiert das nicht automatisch die Teilnahme des eigenen Landes.
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Über welche Häfen kann man visumfrei nach China einreisen?
Die Gesamtzahl der Grenzübergänge, an denen der 240-Stunden-Transit gilt, ist auf 65 in 24 Provinzen, Regionen und Kommunalverwaltungen Chinas gestiegen – darunter große Tore wie Peking, Shanghai und Guangzhou. Die jüngste Erweiterung fand im Herbst 2025 statt, als fünf weitere Übergänge in der Provinz Guangdong hinzukamen: das Fährterminal Guangzhou Nansha, der Hengqin-Hafen, der Grenzübergang an der Hongkong-Zhuhai-Macao-Brücke, der Passagierhafen Zhongshan und die Station West Kowloon der Hochgeschwindigkeitsstrecke Guangzhou–Shenzhen–Hongkong.
Wer Anspruch auf die visumfreie Einreise nach China hat, welche Dokumente nötig sind und was zu tun ist, wenn das eigene Land nicht auf der Liste steht.
Voraussetzungen für den visumfreien Transit in China
Ein Pass aus einem berechtigten Land allein reicht nicht aus. Die Grenzbehörden prüfen gleich mehrere Punkte: die Gültigkeit des Reisepasses (mindestens drei Monate ab Einreisedatum), die glaubhafte Absicht, tatsächlich in ein Drittland oder eine Drittregion weiterzureisen, sowie ein bestätigtes Weiterreiseticket mit konkretem Datum. Ohne dieses Ticket können Grenzbeamte die Einreise selbst bei Bürgern berechtigter Länder rechtmäßig verweigern.
Auch die Reise selbst muss der Logik eines Transits entsprechen – eine Route wie "USA → Hongkong → chinesisches Festland → Drittland" ist zulässig, ein einfacher Hin- und Rückflug nach China dagegen nicht. Das ist der entscheidende Unterschied zur regulären touristischen Einreise.
Zusammen mit der Verlängerung der visumfreien Regelung hat China eine neue digitale Arrival Card eingeführt, die die Papierformulare ersetzt – Details hier.
Wann kann die Einreise verweigert werden?
Eine Ablehnung ist möglich, wenn ein gesetzliches Einreiseverbot nach chinesischem Recht besteht, wenn im Pass ein Vermerk über eine frühere Visumverweigerung steht, wenn der Reisende in den vergangenen fünf Jahren gegen Aufenthaltsregeln verstoßen hat oder in den letzten zwei Jahren schwere Verstöße gegen die Meldepflicht vorlagen. Zudem gilt die Regelung nicht für Besatzungsmitglieder internationaler Flüge und Schiffe sowie deren Angehörige – für sie gelten gesonderte Einreisebestimmungen.
Worauf während des Aufenthalts in China zu achten ist
Während der gesamten 240 Stunden muss man sich innerhalb der zugelassenen Region aufhalten und darf das festgelegte Zeitlimit nicht überschreiten. Reicht der 10-tägige Zeitraum nicht aus, gibt es einen legalen Weg: einen Antrag auf Verlängerung bei der Einwanderungsabteilung des örtlichen Amts für öffentliche Sicherheit stellen – ohne diesen Schritt droht bei einer Überschreitung ein Bußgeld.
Thailand überprüft seine visumfreie Regelung für Touristen aus 93 Ländern – mehr dazu über den Link.
Auch die Anmeldung sollte man frühzeitig einplanen. Ein Hotel meldet Gäste in der Regel selbstständig bei der örtlichen Sicherheitsbehörde an, allerdings nimmt nicht jedes Hotel ausländische Touristen auf, weshalb sich eine Nachfrage bei der Buchung lohnt. Wer in einer Privatunterkunft übernachtet, muss sich hingegen selbst zusammen mit dem Gastgeber innerhalb von 24 Stunden bei der Polizei anmelden – benötigt werden dafür der Reisepass sowie Dokumente zum Nachweis der Adresse. In manchen Städten ist dies auch online möglich.
Der visumfreie Transit von 240 Stunden hat die Möglichkeiten für alle, die über China nach Asien, Ozeanien oder auf einen anderen Kontinent weiterreisen, deutlich erweitert. Statt Stunden im Transitbereich des Flughafens zu verbringen, besteht nun die Chance, einen Teil des Landes zu sehen – vorausgesetzt, man prüft vorab, ob das eigene Land auf der Liste steht, hat ein Ticket ins Drittland bereit und beachtet die Meldevorschriften während des Aufenthalts.
Wird der Transit durch China zu einer 10-tägigen Zusatzreise, wachsen auch die Risiken proportional zur verbrachten Zeit: ein medizinischer Notfall, verlorene Dokumente oder Gegenstände, ein geänderter Flug ins Drittland – all das kostet nicht nur Nerven, sondern auch Geld.
Eine Reiseversicherung deckt die häufigsten Szenarien ab: medizinische Notfallversorgung mit Krankenhausaufenthalt und Medikamenten, verlorenes oder gestohlenes Gepäck, Reiseabbruch oder -verzögerung und in den schwerwiegendsten Fällen sogar eine Notevakuierung. Das ist besonders relevant, wenn die Route mehrere Zwischenstopps zwischen chinesischen Provinzen innerhalb der erlaubten 240 Stunden vorsieht, denn jede zusätzliche Etappe bedeutet ein zusätzliches Risiko, das man besser im Voraus absichert. Mit Visit World lässt sich eine Police passend zur konkreten Route und Transitdauer auswählen, ohne Dutzende Angebote manuell vergleichen zu müssen.
Schließen Sie die Versicherung noch vor dem Abflug ab – und lassen Sie die einzige Überraschung des Transits ein gutes Abendessen in Guangzhou sein.
Zur Erinnerung: 2026 haben viele Länder neue Einreisebestimmungen für Reisende eingeführt, darunter ETIAS in der EU, die ETA in Großbritannien, das aktualisierte ESTA der USA sowie digitale Ankunftskarten. Wir haben bereits berichtet, was sich ändert und wie man sich frühzeitig auf Reisen vorbereiten kann.
Foto – generiert mit Gemini
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Häufig
gestellte Fragen
Kann man seine Reiseroute ändern und in ein anderes Drittland fliegen, während man sich bereits in China befindet?
Was sollten Sie tun, wenn Ihr Flug in ein Drittland während des 240-stündigen Transitzeitraums gestrichen wird?
Gilt der visumfreie Transit auch für Kinder, die mit ihren Eltern reisen?
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