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Europa setzt biometrische Grenzkontrollen aus: Probleme mit dem EES-System im Jahr 2026

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Europa setzt biometrische Grenzkontrollen aus: Probleme mit dem EES-System im Jahr 2026

Das neue EU-Grenzkontrollsystem EES, das für Touristen aus Drittländern das Scannen von Gesichtsbildern und Fingerabdrücken vorsieht, hat bereits zu stundenlangen Warteschlangen und massiven Flugverspätungen geführt. Aufgrund des Verkehrschaos haben einige europäische Länder begonnen, vorübergehend auf die biometrische Erfassung zu verzichten und wieder Stempel in die Pässe zu setzen. Wir berichten, welche Staaten die Regeln bereits gelockert haben und was das für Reisende im Sommer 2026 bedeutet

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Die Einführung des neuen EU-Grenzkontrollsystems „Entry/Exit System“ (EES) sollte den Grenzübertritt schneller und sicherer machen. Doch bereits in den ersten Wochen nach dem Start verursachte das System massive Verzögerungen an europäischen Flughäfen, stundenlange Warteschlangen und massive Verspätungen der Passagiere bei ihren Flügen. Die größten Probleme traten in Ländern mit hohem Touristenaufkommen auf, wo die Flughäfen die obligatorische Gesichts- und Fingerabdruckerkennung für Bürger aus Nicht-EU-Ländern schlichtweg nicht bewältigen konnten.


Vor dem Hintergrund des Verkehrschaos haben einige europäische Staaten bereits begonnen, vorübergehend auf die neuen biometrischen Anforderungen zu verzichten und wieder die gewohnten Stempel in den Pässen zu verwenden. Griechenland hat als erstes Land das Verfahren für Touristen offiziell vereinfacht, und auch Italien und Portugal bereiten Lockerungen vor. Wir erklären, warum das EES-System so viel Kritik hervorgerufen hat, welche Länder die biometrische Kontrolle bereits ausgesetzt haben und was Reisende im Sommer 2026 erwartet.


Im vorherigen Artikel haben wir darüber berichtet, wie man eine sichere Unterkunft auswählt, Fehler vermeidet und ein Hotel ohne unnötige Kosten bucht.


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Warum hat das EES-System Chaos an den EU-Flughäfen verursacht?


Das neue Entry/Exit System (EES) ist am 10. April 2026 in der Europäischen Union offiziell in Kraft getreten. Es sieht eine obligatorische biometrische Registrierung für alle Bürger aus Nicht-EU-Ländern vor. Beim Grenzübertritt müssen Reisende ihr Gesicht und ihre Fingerabdrücke scannen lassen, wobei alle Informationen automatisch in einer einheitlichen europäischen Datenbank gespeichert werden.


In der Praxis erwies sich die Einführung des Systems jedoch als problematisch. An großen internationalen Flughäfen haben die neuen Kontrollen die Wartezeiten erheblich verlängert, insbesondere zu Spitzenzeiten. In einigen Ländern betrugen die Wartezeiten mehrere Stunden, und ein Teil der Passagiere verpasste schlichtweg ihren Flug.


Einer der spektakulärsten Vorfälle ereignete sich in Italien. In Mailand konnten aufgrund von Verzögerungen bei der biometrischen Kontrolle nur 34 von 156 Passagieren den Flug nach Manchester antreten. Die übrigen Passagiere blieben praktisch am Flughafen zurück, während das Flugzeug ohne sie abflog.


Besonders schwierig wurde die Situation für beliebte Reiseziele in der Sommersaison. Die Flughäfen in Griechenland, Portugal, Italien und Spanien empfangen täglich Zehntausende Touristen aus Großbritannien und anderen Nicht-EU-Ländern. Aus diesem Grund haben Fluggesellschaften, insbesondere Ryanair, die europäischen Länder bereits aufgefordert, die neuen Vorschriften vorübergehend zu lockern, um einen noch größeren Verkehrskollaps im Sommer 2026 zu vermeiden.


Wir berichteten bereits, dass die neuen Grenzkontrollen in der EU bereits zu massiven Verzögerungen an den Flughäfen geführt haben.


Welche europäischen Länder verzichten bereits auf biometrische Daten


Das erste Land, das die neuen EES-Regeln offiziell gelockert hat, war Griechenland. Die Behörden erlaubten Bürgern aus Großbritannien, die Grenzkontrolle ohne obligatorische biometrische Registrierung zu passieren. In einer Erklärung der griechischen Botschaft in Großbritannien hieß es, dass britische Touristen an den Grenzübergängen des Landes von der Abnahme von Fingerabdrücken und Gesichtsscans befreit sind.


In Griechenland begründet man dies mit der Notwendigkeit, Wartezeiten zu verkürzen und Chaos an den Flughäfen vor Beginn der Hochsaison zu vermeiden. Dies ist besonders wichtig für die griechischen Inseln, die täglich Tausende von Reisenden aus Großbritannien empfangen. Nach Angaben der örtlichen Tourismusorganisation besuchten im Jahr 2025 fast 38 Millionen Touristen das Land, wobei die Zahl der britischen Gäste um fast 8 % gestiegen ist.


Portugal hat das System noch nicht vollständig abgeschafft, doch an den Flughäfen von Lissabon und Faro werden Reisende bereits ohne den Einsatz biometrischer Terminals abgefertigt, wenn die Warteschlangen zu lang werden. Medienberichten zufolge könnten sich die Behörden des Landes in Kürze offiziell dem griechischen Modell anschließen.


Italien bereitet sich ebenfalls darauf vor, wieder zum herkömmlichen Stempeln von Pässen zurückzukehren, anstatt das EES in vollem Umfang zu nutzen. Grund dafür waren zahlreiche Verzögerungen an den Flughäfen und die negativen Reaktionen der Touristen nach den ersten Wochen des Betriebs des neuen Systems.


In einem früheren Artikel berichteten wir über Flugausfälle in Europa aufgrund von Treibstoffmangel.


Könnten auch andere EU-Länder wieder zu Stempeln in den Pässen zurückkehren?


Bislang haben Spanien und Frankreich noch nicht offiziell angekündigt, die biometrische Kontrolle auszusetzen. Aufgrund der enormen Warteschlangen und der zunehmenden Belastung der Flughäfen schließen Experten jedoch nicht aus, dass auch andere EU-Länder die EES-Regeln mitten in der Sommersaison vorübergehend lockern könnten.


Die europäische Gesetzgebung erlaubt es den Ländern, das System im Falle übermäßiger Verzögerungen an der Grenze vorübergehend auszusetzen. Eine solche Entscheidung kann zunächst bis zu 90 Tage gelten, mit der Möglichkeit einer Verlängerung um weitere 60 Tage. Tatsächlich können einzelne Staaten Stempel in den Pässen mindestens bis zum Herbst 2026 verwenden.


Zusätzlichen Druck auf die Behörden üben auch die Fluggesellschaften aus. Insbesondere Ryanair hat die europäischen Länder bereits aufgefordert, die neuen Vorschriften zu überarbeiten oder vorübergehend auszusetzen, um noch größere Probleme während der Sommerferien zu vermeiden. Die Fluggesellschaften befürchten neue Flugverspätungen, überlastete Terminals und eine Flut von Beschwerden von Touristen.


Experten weisen zudem darauf hin, dass die Europäische Union nicht vorhat, das EES-System vollständig aufzugeben. In Brüssel gilt die biometrische Kontrolle weiterhin als wichtiges Instrument zur Stärkung der Sicherheit und zur Bekämpfung der illegalen Migration. Daher werden die derzeitigen Lockerungen höchstwahrscheinlich nur vorübergehend sein und speziell mit den technischen Problemen bei der Einführung des Systems zusammenhängen.


In einem früheren Artikel haben wir praktische Tipps für Reisen mit Haustieren ins Ausland gegeben.


Was sollten Touristen vor einer Reise nach Europa im Jahr 2026 wissen?


Trotz vorübergehender Lockerungen in einigen Ländern bleibt das EES-System in der Europäischen Union weiterhin in Kraft. Daher sollten sich Touristen aus Nicht-EU-Ländern dennoch auf zusätzliche Kontrollen an der Grenze einstellen, insbesondere bei Reisen über große internationale Flughäfen.


Reisenden wird empfohlen, mindestens 3–4 Stunden vor Abflug am Flughafen einzutreffen, die Einreisebestimmungen des jeweiligen Landes sorgfältig zu prüfen und die aktuellen Informationen der Fluggesellschaften zu verfolgen. Die größten Verzögerungen werden derzeit in beliebten Reisezielen Südeuropas verzeichnet, wo die Belastung der Grenzbehörden im Sommer stark zunimmt.


Es ist auch wichtig zu berücksichtigen, dass selbst in Ländern, die ihre Vorschriften vorübergehend gelockert haben, die biometrische Kontrolle schnell wieder eingeführt werden kann. Die endgültige Entscheidung hängt oft von der Situation am Flughafen, der Anzahl der Passagiere und der Länge der Warteschlangen an einem bestimmten Tag ab.


Experten raten Touristen, alle erforderlichen Dokumente mitzuführen, sich im Voraus online für Flüge einzuchecken und zusätzliche Zeit für die Grenzkontrolle einzuplanen. Dies hilft, Verspätungen zum Flugzeug und Stress während der Reise durch Europa in der Urlaubssaison 2026 zu vermeiden.


Egal, wie gut Sie Ihre Reise geplant haben, auf Reisen gibt es immer Raum für unvorhergesehene Ereignisse. Unerwartete medizinische Kosten, Verspätungen oder Probleme mit dem Gepäck können Ihre Pläne und Ihr Budget durcheinanderbringen. Eine Reiseversicherung hilft Ihnen, in solchen Situationen unnötigen Stress zu vermeiden. Sie können eine Reiseversicherung für eine bestimmte Reise online auf Visit World abschließen – schnell und ohne unnötige Bürokratie!


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Häufig

gestellte Fragen

Welche EU-Länder haben die biometrische Kontrolle im Jahr 2026 vorübergehend ausgesetzt?

Bislang hat Griechenland offiziell eine Lockerung der Vorschriften angekündigt. Auch Portugal und Italien verzichten teilweise auf die Nutzung des EES-Systems aufgrund langer Warteschlangen und Verzögerungen an den Flughäfen. In einigen Fällen werden Touristen wieder mit herkömmlichen Stempeln im Reisepass durchgelassen.

Was ist das EES-System in Europa?

Warum hat das EES-System Chaos an den Flughäfen verursacht?

Werden die Stempel in den Pässen in allen EU-Ländern wieder eingeführt?

Was müssen Touristen vor einer Reise nach Europa im Jahr 2026 wissen?

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