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In den EU-Ländern wird ein neues System für digitale Dokumente getestet: Wann werden Ausweise und Führerscheine auf dem Smartphone verfügbar sein?

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In den EU-Ländern wird ein neues System für digitale Dokumente getestet: Wann werden Ausweise und Führerscheine auf dem Smartphone verfügbar sein?

Die Europäische Union bereitet sich auf eine umfassende Umstellung auf digitale Dokumente auf dem Smartphone vor. Bereits in den nächsten Jahren werden Einwohner und Touristen in der EU digitale Ausweise und Führerscheine über das einheitliche System „European Digital Identity Wallet“ nutzen können. Erfahren Sie mehr darüber, wie die neuen digitalen Dokumente funktionieren werden und was sich für Reisende in Europa ändern wird

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Die Europäische Union stellt schrittweise auf digitale Dokumente um, was die Art und Weise verändern soll, wie Bürger identifiziert werden, wie öffentliche Dienstleistungen in Anspruch genommen werden und wie die Identität von Personen auf Reisen überprüft wird. Im Rahmen des Projekts „European Digital Identity Wallet“ plant die EU die Schaffung eines einheitlichen Systems für digitale Dokumente, das in allen Ländern der Union funktionieren soll. In die digitale Brieftasche können Personalausweise, Führerscheine, medizinische Dokumente und andere offizielle Daten hochgeladen werden. Nach Angaben der Europäischen Kommission müssen die Mitgliedstaaten die Einführung solcher digitalen Brieftaschen bis Ende 2026 sicherstellen.


Parallel dazu testen einzelne Länder bereits ihre eigenen digitalen Dokumente. In Spanien beispielsweise werden digitale Versionen von Personalausweisen und Führerscheinen über die staatlichen Apps MiDNI und MiDGT aktiv entwickelt. Gleichzeitig verstärkt die EU den Informationsaustausch zwischen den Ländern über Verkehrsstrafen und Fahrerkontrollen, was ebenfalls Teil des neuen digitalen Ökosystems werden soll. In Zukunft könnte dies die Reiseregeln in Europa sowohl für Einheimische als auch für Touristen erheblich verändern.


Im vorherigen Artikel haben wir darüber berichtet, wie man eine sichere Unterkunft auswählt, Fehler vermeidet und ein Hotel ohne unnötige Kosten bucht.


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Was genau wird sich nach der Einführung des digitalen EU-Portemonnaies ändern?


Das Europäische digitale Portemonnaie (European Digital Identity Wallet) soll das einheitliche digitale Identifikationssystem für alle EU-Länder werden. Im Grunde handelt es sich um eine App, in der man offizielle Dokumente speichern und seine Identität ohne Papierkopien oder Plastikkarten nachweisen kann.


Die Europäische Kommission erklärt, dass das System in allen EU-Ländern funktionieren und die Nutzung digitaler Dokumente sowohl online als auch offline ermöglichen wird. Das Hauptziel ist es, den Zugang zu staatlichen und privaten Diensten zu vereinfachen und die digitale Identifizierung europaweit einheitlich anzuerkennen.


In der digitalen Brieftasche sollen folgende Dokumente gespeichert werden:

- Personalausweis oder nationale ID-Karte

- Führerschein

- Medizinische und Versicherungsunterlagen

- Bankdaten

- Diplome und Bildungsnachweise

- Elektronische Signaturen

- Reise- und Registrierungsdokumente


Einer der wichtigsten Vorteile wird die Möglichkeit sein, die digitale ID in verschiedenen EU-Ländern zu nutzen, ohne sich in jedem Staat separat registrieren zu müssen. So kann man beispielsweise seine Identität beim Mieten eines Autos, beim Einchecken in einem Hotel, bei der Eröffnung eines Bankkontos oder beim Inanspruchnahme staatlicher Dienstleistungen über das Smartphone bestätigen.


Die Europäische Kommission betont zudem, dass die Nutzer selbst kontrollieren können, welche Daten genau an Dienste oder Institutionen übermittelt werden. So kann das System beispielsweise zur Altersüberprüfung lediglich die Volljährigkeit anzeigen, ohne das vollständige Geburtsdatum oder andere personenbezogene Daten weiterzugeben.


Gleichzeitig verspricht die EU strenge Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz. Für digitale Geldbörsen wurden bereits technische Standards für Cybersicherheit, Verschlüsselung und Identitätsprüfung verabschiedet, die für alle Länder der Union einheitlich sein müssen.


In einem früheren Artikel berichteten wir, dass gleich 11 europäische Staaten vorübergehend wieder Kontrollen an den Binnengrenzen des Schengen-Raums einführen.


Welche Länder führen bereits digitale Dokumente ein?


Obwohl sich das einheitliche EU-System noch in der Vorbereitungsphase befindet, testen oder nutzen mehrere europäische Länder bereits aktiv digitale Dokumente auf nationaler Ebene. Genau diese Projekte werden die Grundlage für das künftige European Digital Identity Wallet bilden.


Zu den aktivsten Akteuren der Digitalisierung gehört Spanien. In dem Land ist bereits die staatliche App MiDGT in Betrieb, über die Autofahrer eine digitale Version ihres Führerscheins und des Fahrzeugscheins vorzeigen können. Das Dokument hat bei Kontrollen auf spanischem Gebiet die gleiche Rechtskraft wie die Plastikkarte.


Darüber hinaus entwickeln die spanischen Behörden das digitale Personalausweissystem DNI electrónico. Es ermöglicht die Online-Identitätsbestätigung, das Unterzeichnen offizieller Dokumente und den Zugang zu staatlichen Dienstleistungen ohne physische Dokumente.


Ähnliche Lösungen werden bereits in anderen europäischen Ländern getestet:

1. Frankreich führt über die App France Identité eine digitale ID-Karte ein;

2. Deutschland erweitert die Möglichkeiten des elektronischen Personalausweises eID;

3. Italien nutzt das digitale Identifizierungssystem SPID;

4. Estland bleibt einer der europäischen Vorreiter im Bereich digitaler staatlicher Dienste und elektronischer Identifizierung;

5. Dänemark und die Niederlande integrieren ebenfalls aktiv digitale staatliche Dienste in mobile Apps.


Gleichzeitig unterscheiden sich die Regeln für die Verwendung solcher Dokumente bislang je nach Land. In den meisten Fällen funktionieren digitale Ausweise nur innerhalb des jeweiligen Staates oder für bestimmte Dienstleistungen. Genau aus diesem Grund schafft die EU ein einheitliches System, das die gegenseitige Anerkennung digitaler Dokumente in allen Ländern der Union gewährleisten soll.


Für Touristen bedeutet dies, dass in Zukunft Kontrollen, die Anmietung von Unterkünften oder Autos sowie die Interaktion mit staatlichen Dienststellen deutlich schneller vonstattengehen können. Eine vollständige Abschaffung von Plastikausweisen in Europa ist jedoch vorerst nicht geplant – während einer Übergangsphase werden digitale und physische Versionen der Dokumente parallel existieren.


Wir haben bereits berichtet, dass die EU ein einheitliches Ticket für Züge verschiedener Betreiber einführt.


Führerschein im Smartphone und neue Regeln für Autofahrer in der EU


Einer der wichtigsten Bereiche der Digitalisierung in Europa wird die Umstellung auf digitale Führerscheine sein. Im März 2025 haben das Europäische Parlament und der Rat der EU neue Vorschriften verabschiedet, die die Einführung eines einheitlichen digitalen Führerscheins für alle EU-Länder vorsehen. Es wird erwartet, dass diese über das European Digital Identity Wallet verfügbar sein werden.


Der digitale Führerschein kann bei Polizeikontrollen, beim Mieten eines Autos oder bei der Nutzung von Carsharing-Diensten verwendet werden. Dabei werden die Plastikausweise vorerst nicht abgeschafft – die Fahrer können selbst zwischen dem physischen und dem digitalen Format wählen.


Besondere Aufmerksamkeit widmet die EU dem Austausch von Informationen über Verkehrsverstöße zwischen den Ländern. Wurden früher Bußgelder, die Touristen oder ausländische Fahrer im Ausland erhielten, oft ohne Folgen belassen, so werden die Kontrollen nun schrittweise verschärft.


Das neue System wird es den EU-Ländern ermöglichen, Daten schneller auszutauschen über:

- Geschwindigkeitsüberschreitungen;

- Überfahren einer roten Ampel;

- Fahren unter Alkoholeinfluss;

- Telefonieren am Steuer;

- Gefährliches Fahrverhalten;

- Verstöße gegen Parkvorschriften und Mautvorschriften.


Praktisch bedeutet dies, dass es für Autofahrer schwieriger wird, sich der Verantwortung für Verstöße in einem anderen EU-Land zu entziehen. Bußgeldbescheide und Zahlungsaufforderungen können sogar nach der Rückkehr nach Hause versandt werden.


Für Touristen und diejenigen, die häufig mit dem Auto durch Europa reisen, bedeutet dies zudem, dass sie die örtlichen Verkehrsregeln noch genauer beachten müssen. In verschiedenen Ländern können eigene Vorschriften zu Umweltzonen, mautpflichtigen Straßen, Parken oder der vorgeschriebenen Ausstattung im Fahrzeug gelten, und der digitale Datenaustausch macht die Kontrollen deutlich effizienter.


Zudem können digitale Dokumente Verkehrskontrollen beschleunigen und den Umgang mit der Polizei oder den Hilfsdiensten vereinfachen. Gleichzeitig raten Experten dazu, noch eine gewisse Zeit lang physische Dokumente mitzuführen, insbesondere bei Auslandsreisen, da das neue System in den verschiedenen EU-Ländern schrittweise eingeführt wird.


In einem früheren Artikel berichteten wir, dass Europa die biometrische Kontrolle aufgrund von Problemen mit dem EES-System aussetzt.


Wird es möglich sein, vollständig auf Papierdokumente zu verzichten?


Trotz der aktiven Digitalisierung plant die EU vorerst nicht, physische Dokumente vollständig abzuschaffen. In der Übergangsphase werden digitale Ausweise und Plastikkarten parallel existieren, und die Bürger können selbst entscheiden, welches Format sie nutzen möchten.


Dies hat mehrere Gründe. Erstens verfügen nicht alle EU-Länder über das gleiche Niveau an digitaler Infrastruktur. Zweitens berücksichtigen die Behörden Risiken wie technische Ausfälle, den Verlust des Smartphones, fehlenden Internetzugang oder Probleme mit der Cybersicherheit.


Experten weisen zudem darauf hin, dass es in den ersten Jahren nach Einführung des Systems zu Situationen kommen kann, in denen einzelne Behörden oder private Unternehmen das neue Dokumentenformat noch nicht unterstützen. Dies gilt insbesondere für internationale Reisen, Flugreisen und Kontrollen außerhalb der EU.


Aus diesem Grund wird Touristen und Autofahrern vorerst empfohlen:

1. Einen physischen Reisepass oder Personalausweis mitzuführen;

2. Sich auf Reisen nicht ausschließlich auf das Smartphone zu verlassen;

3. Sicherungskopien der Dokumente aufzubewahren;

4. Zu prüfen, ob das Zielland digitale Dokumente anerkennt;

5. Das Smartphone vor Reisen und beim Grenzübertritt aufzuladen.


Ein separates Thema ist der Schutz personenbezogener Daten. In der EU wird betont, dass die digitale Geldbörse auf Freiwilligkeit basiert: Jeder entscheidet selbst, welche Daten er preisgibt und wem er Zugriff gewährt. Darüber hinaus müssen die EU-Länder die Anforderungen der DSGVO und neue Cybersicherheitsstandards einhalten.


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Wir überwachen die Richtigkeit und Relevanz unserer Informationen. Sollten Sie also Fehler oder Unstimmigkeiten feststellen, wenden Sie sich bitte an unsere Hotline.

Häufig

gestellte Fragen

Wann könnten digitale Dokumente auf dem Smartphone in der EU offiziell eingeführt werden?

Die Europäische Union plant, das „European Digital Identity Wallet“ bis Ende 2026 einzuführen, wobei die aktive Nutzung des Systems für 2027 erwartet wird. Ab dann können die Einwohner der EU-Länder digitale Ausweise, Führerscheine und andere Dokumente über ihr Smartphone in verschiedenen Ländern der Union nutzen.

Wird es möglich sein, nur mit dem Smartphone durch Europa zu reisen?

Welche Dokumente sollen in ein digitales Format überführt werden?

Werden digitale Rechte und Ausweise in allen EU-Ländern anerkannt?

Was ändert sich für Autofahrer nach der Digitalisierung der Dokumente?

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