Welche EU-Länder führen bei der Remote-Arbeit: Eurostat-Daten 2026
Inhaltsübersicht
- Die Niederlande – unangefochtener Spitzenreiter bei der Telearbeit in der EU
- Deutschland – rasantes Wachstum der Telearbeit nach der Pandemie
- EU-Länder mit dem geringsten Anteil an Remote-Arbeit
- Warum unterscheidet sich der Anteil der Telearbeit in der EU so stark?
- Wer arbeitet in der EU am häufigsten im Homeoffice?
In den EU-Ländern ist das Arbeiten im Homeoffice bereits zur neuen Normalität geworden, doch der Grad seiner Verbreitung unterscheidet sich erheblich. Spitzenreiter sind die Niederlande und Deutschland, während diese Arbeitsform in Teilen Europas fast gar nicht genutzt wird. Erfahren Sie, wo in der EU am häufigsten von zu Hause aus gearbeitet wird und wovon dies abhängt
Nach der Pandemie hat sich das Modell der Telearbeit als fester Bestandteil des europäischen Arbeitsmarktes etabliert. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede in der Verbreitung: In einigen Ländern ist die Mehrheit der Arbeitnehmer bereits zu hybriden Modellen übergegangen, während Telearbeit in anderen Ländern nach wie vor eine Seltenheit ist. Laut Eurostat hat sich in der EU eine klare Trennung zwischen Vorreitern und Nachzüglern hinsichtlich des Ausmaßes der Telearbeit herausgebildet. In diesem Artikel betrachten wir, welche Länder die Rangliste anführen, wo die Werte am niedrigsten sind und welche Faktoren diese Unterschiede bestimmen.
Zuvor haben wir über die europäischen Länder berichtet, in denen es am einfachsten ist, ein Arbeitsvisum zu erhalten und eine Karriere im Ausland zu starten.
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Die Niederlande – unangefochtener Spitzenreiter bei der Telearbeit in der EU
Die Niederlande sind bereits seit mehreren Jahren in Folge das Land mit dem höchsten Anteil an Remote-Arbeit in der Europäischen Union. Im Jahr 2026 arbeiten 52 % der Beschäftigten zumindest teilweise im Homeoffice – das ist der höchste Wert unter allen EU-Ländern.
Trotzdem hat ein vollständiger Übergang zum Homeoffice nicht stattgefunden. Die meisten Unternehmen nutzen ein hybrides Modell: Die Mitarbeiter verbringen etwa 65 % ihrer Arbeitszeit im Büro, also im Durchschnitt etwas mehr als drei Tage pro Woche. Interessanterweise hat sich im Land bereits ein informeller Standard herausgebildet: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag sind Tage für die Arbeit im Büro, während Montag und Freitag zunehmend für die Arbeit von zu Hause aus reserviert bleiben.
Am aktivsten wird das Remote-Modell in Bereichen genutzt, in denen die physische Anwesenheit nicht entscheidend ist. Dabei handelt es sich vor allem um den Finanzsektor, Unternehmensdienstleistungen und die öffentliche Verwaltung. Diese Wirtschaftsstruktur ermöglicht es dem Land zusammen mit dem hohen Digitalisierungsgrad, seine Führungsposition in der EU stabil zu halten.
In unserem vorherigen Artikel haben wir berichtet, welche Berufe in den baltischen Staaten am meisten gefragt sind und wie viel man im Jahr 2026 verdienen kann.
Deutschland – rasantes Wachstum der Telearbeit nach der Pandemie
Deutschland verzeichnet eines der schnellsten Wachstumsraten bei der Telearbeit unter den EU-Ländern. Im Jahr 2026 arbeiten etwa 25 % der Beschäftigten zumindest teilweise von zu Hause aus – das liegt deutlich über dem EU-Durchschnitt.
Noch vor der Pandemie sah die Situation ganz anders aus: Im Jahr 2019 hatten nur 13 % der Beschäftigten die Möglichkeit, remote zu arbeiten. Somit hat sich der Wert innerhalb weniger Jahre fast verdoppelt, was auf eine schnelle Anpassung der Unternehmen an neue Arbeitsformen hindeutet.
Der Hauptgrund für diesen Anstieg ist die aktive Digitalisierung der Wirtschaft und der hohe Anteil an Branchen, in denen ein hybrides Arbeitsmodell möglich ist: IT, Ingenieurwesen, Finanzen und Beratung. Gleichzeitig halten deutsche Unternehmen häufiger als in den Niederlanden ein Gleichgewicht zwischen Büro- und Remote-Arbeit und setzen dabei vor allem auf flexible Modelle statt auf vollständiges „Remote“.
Weitere Informationen zum Ranking der Mindestlöhne in Europa im Jahr 2026 finden Sie unter diesem Link.
EU-Länder mit dem geringsten Anteil an Remote-Arbeit
Im Gegensatz zu Nord- und Westeuropa hat sich Remote-Arbeit in den südlichen und östlichen EU-Ländern bislang noch nicht zu einem Massenphänomen entwickelt. Der Verbreitungsgrad ist hier um ein Vielfaches geringer, was das allgemeine Ungleichgewicht in der EU deutlich verdeutlicht.
Die niedrigsten Werte wurden in Rumänien und Bulgarien verzeichnet – nur etwa 4 % der Beschäftigten arbeiten zumindest teilweise im Homeoffice. In Griechenland liegt dieser Wert etwas höher, bleibt aber mit etwa 7 % ebenfalls niedrig.
Dieser Unterschied lässt sich vor allem durch die Wirtschaftsstruktur erklären. In diesen Ländern arbeitet ein deutlich größerer Anteil der Beschäftigten in Sektoren, in denen physische Anwesenheit zwingend erforderlich ist – das sind Industrie, Landwirtschaft, Tourismus und der Dienstleistungssektor. Darüber hinaus hemmen auch ein geringerer Digitalisierungsgrad und eine weniger entwickelte Unternehmenskultur der flexiblen Arbeit die Verbreitung des Remote-Formats.
Im vorherigen Artikel haben wir den Arbeitsmarkt in Europa ausführlich betrachtet: welche Berufe gefragt sind, wo die höchsten Gehälter gezahlt werden und in welchen Ländern es einfacher ist, eine Arbeit zu finden.
Warum unterscheidet sich der Anteil der Telearbeit in der EU so stark?
Der Unterschied zwischen den EU-Ländern bei der Verbreitung von Telearbeit ist kein Zufall – er wird durch mehrere systemische Faktoren beeinflusst. Gerade deren Zusammenspiel entscheidet darüber, ob Remote-Arbeit zur Norm wird oder ein Nischenformat bleibt.
Vor allem spielt der Grad der Digitalisierung der Wirtschaft eine entscheidende Rolle. In Ländern, in denen Online-Dienste, elektronische Dokumentenverwaltung und digitale Infrastruktur gut entwickelt sind, stellen Unternehmen deutlich schneller auf hybride oder vollständig remote-basierte Modelle um.
Nicht weniger wichtig ist die Beschäftigungsstruktur. In Ländern mit einem hohen Anteil an IT, Finanzen und Unternehmensdienstleistungen sind die Möglichkeiten, von zu Hause aus zu arbeiten, deutlich größer. In Ländern hingegen, in denen Produktion, Tourismus oder der Agrarsektor überwiegen, ist Remote-Arbeit physisch eingeschränkt.
Auch die Unternehmenskultur spielt eine Rolle. In einigen Ländern unterstützen Arbeitgeber aktiv flexible Arbeitszeiten und vertrauen ihren Mitarbeitern, auch außerhalb des Büros zu arbeiten. In anderen dominiert nach wie vor der traditionelle Ansatz mit Fokus auf physischer Anwesenheit.
Ein weiterer Faktor ist die städtische Infrastruktur und der Verkehr. Wenn der Weg ins Büro viel Zeit in Anspruch nimmt, entscheiden sich Arbeitnehmer und Unternehmen häufiger für das Remote-Modell, da es effizienter ist.
Mehr über Berufe, die die besten Chancen auf eine Anstellung in der EU bieten, erfahren Sie unter dem Link.
Wer arbeitet in der EU am häufigsten im Homeoffice?
Das Homeoffice in der EU hat ein klares Mitarbeiterprofil – und dieses ist recht vorhersehbar. Am aktivsten nutzen Menschen im Alter von 25 bis 44 Jahren flexible Arbeitsmodelle. Genau diese Gruppe bildet die Hauptnachfrage nach Homeoffice und hybrider Beschäftigung.
Dies lässt sich dadurch erklären, dass diese Arbeitnehmer bereits über ausreichende Erfahrung und Qualifikationen verfügen, gleichzeitig aber häufig ihre Arbeit mit privaten Verpflichtungen – insbesondere der Kinderbetreuung – vereinbaren müssen. Das Remote-Modell ermöglicht es ihnen, Beruf und Familie effizienter in Einklang zu bringen, ohne an Produktivität einzubüßen.
Neben dem Alter spielt auch der Tätigkeitsbereich eine wichtige Rolle. Am häufigsten arbeiten Fachkräfte aus dem Homeoffice in Branchen, in denen sich alle Prozesse online abwickeln lassen: IT, Finanzen, Beratung, Marketing und Verwaltungsdienstleistungen. In diesen Sektoren ist die physische Anwesenheit im Büro nicht entscheidend, weshalb Unternehmen aktiv flexible Arbeitsmodelle einführen.
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Häufig
gestellte Fragen
Welches EU-Land ist führend beim Homeoffice?
Wie hoch ist der Anteil an Homeoffice in Deutschland?
In welchen EU-Ländern ist der Anteil an Remote-Arbeit am geringsten?
Warum unterscheidet sich der Anteil der Telearbeit zwischen den EU-Ländern?
Wer arbeitet in Europa am häufigsten im Homeoffice?
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