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Europäische Touristensteuer 2026: Italien, Frankreich, Spanien und andere Länder erhöhen die Reisekosten für Besucher

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Europäische Touristensteuer 2026: Italien, Frankreich, Spanien und andere Länder erhöhen die Reisekosten für Besucher

Europäische Länder führen ab 2025/26 neue Tourismusabgaben, Eintrittsgebühren und Bußgelder ein. Erfahren Sie, wo und wofür Touristen mehr bezahlen müssen und wie Sie sich auf Ihre Reise vorbereiten können

Elektronische Straßenvignette für Reisen in Europa
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Europa steht vor einer neuen Ära der Tourismusregulierung. Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Griechenland, Belgien, die Niederlande und weitere Länder führen neue Touristengebühren, Eintrittsgelder, Umweltabgaben und sogar Bußgelder für Fehlverhalten ein. Hauptziel dieser Änderungen ist die Bekämpfung des Massentourismus, der Schutz des kulturellen Erbes und die Finanzierung der städtischen Infrastruktur. Für Touristen bedeutet dies: Reisen in Europa werden teurer und erfordern eine sorgfältigere Planung.


In diesem Artikel erfahren Sie, auf welche Gebühren und Bußgelder sich Reisende in Europa im Jahr 2026 einstellen sollten.


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Italien: Eintrittspreise, Einschränkungen und neue Regeln für Touristen


Italien hat sich zu einem Vorreiter im Kampf gegen den Massentourismus entwickelt. Die Einführung von Eintrittsgebühren für Sehenswürdigkeiten und die Verhängung von Bußgeldern sind landesweit zu beobachten.


Rom


Die wohl bedeutendste Entscheidung Roms war die Einführung einer Eintrittsgebühr für den Bereich direkt vor dem Trevi-Brunnen. Ab dem 1. Februar 2026 zahlen Touristen während der Stoßzeiten 2 Euro, um die Stufen des Brunnens hinaufzusteigen. Der Blick auf das Monument vom Platz aus bleibt weiterhin kostenlos, für den Zugang zum Hauptbereich ist jedoch eine Voranmeldung erforderlich.


Auch für das Pantheon, die unterirdischen archäologischen Stätten in der Nähe des Trevi-Brunnens und beliebte Stadtführungen fallen separate Gebühren an. Die meisten anderen römischen Brunnen bleiben hingegen kostenlos, da sie Teil des öffentlichen Stadtraums sind.


Venedig


Venedig experimentiert bereits seit einigen Jahren mit Einschränkungen. An Spitzentagen zahlen Tagesausflügler zwischen 5 und 10 Euro Eintritt in die Altstadt. Wer nicht im Voraus bezahlt, riskiert Bußgelder von bis zu 300 €. Die Stadt möchte so ihre fragile Infrastruktur entlasten und längere, verantwortungsvollere Reisen fördern.


Portofino


Das malerische Portofino ist zum Symbol für radikale Maßnahmen gegen Übertourismus geworden. Die Stadt hat sogenannte „No-Wait-Zonen“ eingeführt – Touristen dürfen im Hafengebiet und auf der Piazzetta nicht für Fotos anhalten. Verstöße werden mit Bußgeldern von bis zu 275 € geahndet. Die Behörden begründen dies mit der Notwendigkeit, die engen Gassen zu entlasten und das Chaos durch Massen-Selfies einzudämmen.


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Frankreich: Höhere Eintrittspreise und Kontrolle des Touristenverhaltens


Frankreich hat sich für einen finanziellen und regulatorischen Ansatz entschieden. Ab 2026 müssen Besucher aus Nicht-EU-Ländern mehr für den Eintritt zu wichtigen Sehenswürdigkeiten bezahlen.


Beispielsweise steigt der Eintrittspreis für den Louvre von 22 auf 32 Euro, während der Eintritt ins Schloss Versailles von 5 auf 10 Euro erhöht wird. Darüber hinaus sind Änderungen für den Zugang zu religiösen Stätten geplant; so soll beispielsweise für Touristen eine Gebühr von 5 Euro für den Besuch der Kathedrale Notre-Dame erhoben werden.


Parallel dazu verschärft Frankreich die Kontrolle des Touristenverhaltens. Im Jahr 2025 wurden neue Gesetze eingeführt, die Geldstrafen von bis zu 114 Euro für das Rauchen an öffentlichen Orten wie Stränden und Parks vorsehen. Zusätzlich wurden Geldstrafen für illegales Campen, Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit und Sachbeschädigung in der Nähe beliebter Orte wie Montmartre und dem Eiffelturm beschlossen.


Spanien: Tourismus- und Umweltsteuern


Spanien konzentriert sich auf regionale Steuern. Barcelona erhöht schrittweise die Kurtaxe für Unterkünfte, die in gehobenen Kategorien bis 2026 15 Euro pro Nacht erreichen könnte. Die Stadt schränkt zudem den Kreuzfahrttourismus ein und reguliert Kurzzeitvermietungen.


Auf den Balearen – Mallorca, Ibiza und den umliegenden Ferienorten – wird eine saisonale Umweltsteuer von 15 Euro pro Nacht erhoben. Die Einnahmen fließen in den Umweltschutz, die Bekämpfung der Auswirkungen des Massentourismus und den Infrastrukturausbau. Parallel dazu werden Beschränkungen für neue Hotels und Airbnb-Lizenzen eingeführt.


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Griechenland: Höhere Preise für Sehenswürdigkeiten und Kreuzfahrten


Griechenland hat die Eintrittspreise für bedeutende historische Stätten, darunter die Akropolis von Athen, erhöht. Der Eintrittspreis stieg von 20 auf 30 Euro, der Winterrabatt entfiel.


Das Land kämpft aktiv gegen die Belastung durch Kreuzfahrtschiffe. Auf Santorin und Mykonos zahlen Kreuzfahrtpassagiere eine zusätzliche Gebühr von bis zu 20 Euro pro Person in der Hochsaison.


Griechenland hat die traditionelle Hotelsteuer durch eine sogenannte Klimaabgabe ersetzt. Die Einnahmen daraus fließen in den Wiederaufbau von Regionen nach Bränden und Naturkatastrophen. Diese Gebühr beträgt je nach Hotelkategorie zwischen 1,50 und 15 Euro pro Nacht.


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Vereinigtes Königreich: ETA und Kurtaxe


Ab 2026 führt das Vereinigte Königreich die elektronische Reisegenehmigung (ETA) für Bürger von Ländern ein, die bisher kein Visum benötigten. Diese Gebühr von 16 £ wird von allen internationalen Reisenden aus Ländern erhoben, die derzeit kein Visum benötigen, darunter die USA, Kanada, Australien und EU-Länder.


Zusätzlich führen Städte lokale Kurtaxen ein. Edinburgh, Manchester und Liverpool haben bereits Übernachtungssteuern angekündigt, die die Gesamtkosten einer Reise erhöhen. Edinburgh beispielsweise erhebt ab Juli 2026 eine Touristensteuer von 5 % auf Hotelzimmer.


Belgien: Kommunale Steuern


In Belgien gibt es nur städtische Übernachtungssteuern. Brüssel, Brügge, Antwerpen und Gent erheben eine Gebühr pro Hotelübernachtung. Die Einnahmen fließen in die städtische Infrastruktur und den Tourismus. Der Eintritt zu Sehenswürdigkeiten ist weiterhin frei. Die Gebühren liegen zwischen 2 und 5 Euro pro Aufenthalt. Brüssel plant, die Steuer ab 2026 auf 5 Euro zu erhöhen.


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Niederlande: Amsterdam verteuert den Tourismus


Amsterdam erhebt bereits eine der höchsten Touristensteuern Europas – über 12 % der Übernachtungskosten. Die Steuer gilt für Hotels, Hostels und Ferienwohnungen.


Zusätzlich führt Amsterdam nun eine Kreuzfahrtpassagiersteuer von 14,50 Euro pro Person ein, die mit einem Kreuzfahrtschiff anreist. Diese neue Richtlinie zielt darauf ab, die Auswirkungen von Massenankünften auf den Hafenterminal zu verringern und so Staus und Umweltschäden durch große Kreuzfahrtschiffe zu reduzieren.


Europäische Städte machen zunehmend deutlich, dass die Ära des unkontrollierten Massentourismus zu Ende geht. Eintrittsgelder, Tourismus- und Umweltabgaben, Kreuzfahrtbeschränkungen und sogar Bußgelder für Selfies sind keine vorübergehenden Maßnahmen, sondern Teil einer neuen Strategie für nachhaltige Entwicklung.


Für Reisende bedeutet dies, die Reise im Voraus zu planen, die örtlichen Bestimmungen sorgfältig zu prüfen und zusätzliche Ausgaben einzuplanen. Europa ist weiterhin für Touristen geöffnet, erwartet aber nun einen verantwortungsvolleren Umgang mit seinen Städten, seiner Kultur und der Umwelt.


Parallel zu den Kurtaxen wird Europa die Verkehrsüberwachung in den Jahren 2025–2026 fortsetzen. Mautstraßen, Umweltzonen und elektronische Vignetten werden bereits aktiv von Kameras und Straßenverkehrsbehörden kontrolliert.

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Foto – Freepik




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Wir überwachen die Richtigkeit und Relevanz unserer Informationen. Sollten Sie also Fehler oder Unstimmigkeiten feststellen, wenden Sie sich bitte an unsere Hotline.

Häufig

gestellte Fragen

Ab welchem ​​Jahr gelten die neuen Kurtaxen in Europa?

Die meisten neuen Gebühren und Einschränkungen werden in den Jahren 2025–2026 eingeführt. Einige dieser Regelungen gelten bereits in einzelnen Städten, doch ab 2026 wird mit einer massiven Ausweitung der Kurtaxe und der Eintrittsgebühren für beliebte Sehenswürdigkeiten gerechnet.

Gelten diese Gebühren ausnahmslos für alle Touristen?

Lässt sich die zusätzliche Kostenbelastung beim Reisen vermeiden?

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