Die Top 10 der gastronomischen Städte der Welt im Jahr 2026: das Ranking von Time Out
Inhaltsübersicht
- 1. Lima: Die gastronomische Hauptstadt Perus
- 2. Bangkok: Thailands nächtliches Straßenessen
- 3. Mexiko-Stadt: Das Königreich der Tacos und des Streetfoods
- 4. London: Englands multikulturelle Gastronomieszene
- 5. Barcelona: Die mediterranen Traditionen Spaniens
- 6. Ho-Chi-Minh-Stadt: Vietnamesische Küche voller Volksfantasie
- 7. Melbourne: Australiens multikultureller „Schmelztiegel“
- 8. Peking: Chinas regionale Küchen auf einem Teller
- 9. Athen: Jahrtausendealte Traditionen der griechischen Küche
- 10. Lissabon: Atlantische Aromen Portugals
Das Magazin „Time Out“ aktualisiert jedes Jahr sein Ranking der besten gastronomischen Städte der Welt, indem es Tausende von Einwohnern befragt und kulinarische Experten aus aller Welt hinzuzieht. Im Jahr 2026 schafften es Städte aus Lateinamerika, Asien, Europa und Australien in die Top Ten. Erfahren Sie mehr darüber, welche Städte die Rangliste anführen, wofür die Küche der einzelnen Städte bekannt ist und was Sie unbedingt probieren sollten
Reisen aus kulinarischen Gründen sind längst kein Nischenhobby mehr – Millionen von Reisenden wählen jedes Jahr ihre Reiseziele gerade wegen der lokalen Küche aus. Das Magazin Time Out hat im Jahr 2026 sein jährliches Ranking der besten gastronomischen Städte der Welt aktualisiert, indem es Tausende von Einwohnern verschiedener Länder befragte und ein Netzwerk aus Chefköchen, Gastronomiekritikern und Redakteuren hinzuzog. Die Bewertung erfolgte anhand von 18 Kriterien, die von Qualität und Vielfalt bis hin zur Erschwinglichkeit reichten.
Welche Städte es in die Top 10 geschafft haben, wofür jede von ihnen bekannt ist und was man unbedingt probieren sollte – das erfahren Sie weiter unten in diesem Artikel.
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1. Lima: Die gastronomische Hauptstadt Perus
Lima führte das Ranking 2026 an und belegte den ersten Platz für gastronomische Erlebnisse weltweit. Ein Drittel der Bevölkerung Perus lebt in der Hauptstadt, doch die kulinarischen Traditionen hier repräsentieren das gesamte Land – von Gerichten aus der Region Arequipa (gefüllte Rocoto-Paprika, „Ocopa“-Creme mit schwarzer Minze) bis hin zu Rezepten der Nordküste und der Amazonas-Küche.
Laut einer Umfrage halten 85 % der Einheimischen Lima für eine Stadt, in der man erschwinglich essen kann, und 90 % gaben an, dass die Restaurants hier preiswert sind. Den Einkauf von Lebensmitteln auf den Märkten bewerteten 82 % der Einwohner mit vier bis fünf Sternen.
Typisches Gericht: „Causa Limena“ – ein farbenfrohes Gericht auf der Basis von Kartoffeln und Chilischoten, das außerhalb des Landes bislang noch wenig bekannt ist, im Gegensatz zum weltberühmten Ceviche.
2. Bangkok: Thailands nächtliches Straßenessen
B BangkokB belegte dank seiner einzigartigen kulinarischen Kultur, die durch chinesische Einwanderung und Handel geprägt wurde, den zweiten Platz. Das Yao Warat-Viertel ist das Zentrum des nächtlichen Straßenessens, und die Traditionen des Wok-Kochens, Nudelgerichte und „Wok-Hei“ bestimmen das Geschmacksprofil der Stadt.
84 % der befragten Einwohner sind der Meinung, dass die Qualität der Speisen und Lebensmittel in Bangkok die anderer Städte übertrifft. Die Restaurantszene wurde von 81 % der Befragten hoch geschätzt, obwohl nur zwei Drittel das Essen außer Haus als erschwinglich bezeichneten.
Typisches Gericht: „Khao Tom Gui“ – ein nächtlicher Reisbrei mit verschiedenen Beilagen (gebratene Speisen, geschmortes Fleisch, Meeresfrüchte), der den starken chinesischen Einfluss auf die lokale Küche widerspiegelt.
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3. Mexiko-Stadt: Das Königreich der Tacos und des Streetfoods
Mexiko-Stadt ist bekannt für hochwertige Grundzutaten: Mais, Chilischoten, Avocados und frisches Gemüse. Der größte Markt, der „Central de Abastos“, versorgt ein riesiges Netzwerk an Restaurants mit Produkten – von klassischen Taco-Imbisswagen bis hin zu preisgekrönten Lokalen wie dem „Pujolito“ und dem „Siembra“.
80 % der Einheimischen bewerteten die Restaurantszene als „fantastisch“, und 93 % hoben die gute Verfügbarkeit von Kaffee hervor. Interessanterweise kann ein Restaurantbesuch hier sowohl preiswert als auch exklusiv sein – zwei Drittel der Befragten halten die Stadt für erschwinglich, was das Essen außer Haus angeht.
Typisches Gericht: Tacos al Pastor – in Achiote, Orange und Chilischoten mariniertes Schweinefleisch mit Maistortilla und Saucen.
4. London: Englands multikulturelle Gastronomieszene
London hebt sich unter den europäischen Städten durch das Ausmaß seiner kulinarischen Vielfalt hervor, die sich dank jahrhundertelanger Migration entwickelt hat. Hier gibt es Restaurants mit chinesischer, indischer, südasiatischer und koreanischer Küche sowie das erste vegane Restaurant Großbritanniens mit einem Michelin-Stern – „Plates“.
Die Londoner sind die größten Restaurantliebhaber der Welt: Fast 96 % der Einheimischen bewerteten die Restaurantszene als „fantastisch“. Gleichzeitig bezeichneten nur 50 % das Essen außer Haus als erschwinglich. 80 % der Einwohner schätzten die Qualität der Lebensmittelgeschäfte sehr.
Typisches Gericht: Sonntags-Roastbeef – eine traditionelle Kombination aus Fleisch, Gemüse und Kartoffeln, die in den Pubs und Restaurants der Stadt in unterschiedlichen Ausgabestufen serviert wird.
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5. Barcelona: Die mediterranen Traditionen Spaniens
Die Gastronomie von Barcelona basiert auf dem mediterranen und dem handelsgeschichtlichen Erbe. Die römische und die westgotische Küche brachten Wein, Olivenöl und Weizen mit, und nach der Entdeckung Amerikas kamen Tomaten und Kartoffeln hinzu – die Hauptzutaten des Gerichts „pa amb tomàquet“ (Brot mit Tomate). Barcelona war die erste Stadt in Spanien, in der sich das Konzept des modernen Restaurants herausbildete.
Die Restaurantszene und der Lebensmitteleinkauf erhielten in etwa die gleiche Bewertung – rund 82 %. Zu den beliebtesten Möglichkeiten, außer Haus zu essen, zählen Restaurants für besondere Anlässe, Cafés und Bäckereien.
Typisches Gericht: „Surf ‚n‘ Turf“ auf katalanische Art – Schmorgerichte, die Fleisch und Meeresfrüchte kombinieren, insbesondere Reis mit frischen Garnelen und „Cap i Pota“.
6. Ho-Chi-Minh-Stadt: Vietnamesische Küche voller Volksfantasie
Die bekanntesten Gerichte Ho-Chi-Mins (Saigon) entstanden aus kulinarischer Improvisation:
- B Bánh mìB – ein Baguette mit Reismehl, das aufgrund von Weizenmangel entwickelt wurde.
- B Com tamB – Bruchreis, der ursprünglich als Tierfutter gedacht war und zum Aushängeschild der Stadt wurde.
- Café Sua Da – Kaffee mit Kondensmilch und Eis, da frisches Milch im tropischen Klima nicht haltbar war.
- Banh Chang Nung – die städtische Variante der Pizza: Reispapier auf dem Holzkohlegrill mit Käse, getrockneten Garnelen und scharfer Soße, das um Mitternacht gegessen wird.
85 % der Befragten gaben an, dass Kaffee leicht erhältlich sei, aber nur 36 % sagten dasselbe über den Besuch einer Bar. 84 % der Befragten bewerteten den Einkauf von Lebensmitteln positiv.
Typisches Gericht: „Ốc“ – Muscheln von Straßenständen, die abends als „ăn chơi“ (Essen zum Vergnügen) gegessen werden – eine beliebte Freizeitbeschäftigung im modernen Saigon.
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7. Melbourne: Australiens multikultureller „Schmelztiegel“
Die kulinarische Identität Melbournes wird von Generationen von Einwanderern geprägt – von Italienern und Griechen bis hin zu Vietnamesen und Äthiopiern. In der Stadt kann man griechische Hausmannskost im „Kafeneion“, lateinamerikanische Gerichte im „Papelón“ und moderne philippinische Küche im „Serai“ genießen.
Melbourne ist als Australiens Kaffeehauptstadt bekannt. 68 % der Befragten hoben die Verfügbarkeit von Kaffee hervor, und 93,6 % bewerteten die Restaurantszene als „hervorragend“ oder „gut“.
Typisches Gericht: „Magic“ – ein legendäres lokales Kaffeegetränk. In einer Stadt, die stolz auf ihre Kaffeekultur ist, ist eine Tasse hochwertigen Kaffees ein absolutes Muss für Besucher.
8. Peking: Chinas regionale Küchen auf einem Teller
Peking hat als Hauptstadt dank des Systems der „Provinzrestaurants“ kulinarische Traditionen aus allen Regionen Chinas aufgenommen: von der scharfen Sichuan-Küche bis hin zu Grillgerichten aus der Inneren Mongolei. Die Gui-Jie-Straße mit ihren nächtlichen Warteschlangen vor dem Restaurant „Hu Da“, in dem es Krebse gibt, ist längst Teil des Lebensrhythmus der Stadt geworden.
86 % der Einheimischen betrachten den Besuch eines Restaurants oder Cafés als erschwingliche Freizeitbeschäftigung, und den Einkauf in Lebensmittelgeschäften bewerten die Einwohner als Fünf-Sterne-Erlebnis.
Das Aushängeschild der Küche: Pekingente – knusprige Haut und zartes Fleisch, eingewickelt in weiche Pfannkuchen mit Frühlingszwiebeln und Soße. Zu den besten Lokalen zählen „Siji Minfu“ und „Dadong“.
9. Athen: Jahrtausendealte Traditionen der griechischen Küche
Athen verbindet alte kulinarische Traditionen mit innovativer moderner Gastronomie. Olivenöl, Wein und Wildkräuter bilden nach wie vor die Grundlage der griechischen Mittelmeerdiät, während Flüchtlinge aus Kleinasien im letzten Jahrhundert reichhaltige Gewürze und intensive Aromen hinzufügten. Die Stadt hat insgesamt 13 Michelin-Sterne erhalten, und die neuen Gastronomieviertel Pangrati und Koukaki haben sich neben den historischen Vierteln Psiri und Plaka zu dynamischen kulinarischen Zentren entwickelt.
79 % der Befragten bewerteten Athen als eine hervorragende Stadt für Restaurantbesuche, insbesondere für Cafés und unabhängige Lokale. 39 % bzw. 32 % der Einwohner bezeichneten die Stadt als gastfreundlich, vielfältig und inklusiv.
Typisches Gericht: Souvlaki – Fleisch am Spieß – oder Gyros im Fladenbrot mit Gemüse und einer Knoblauch-Joghurt-Sauce. Souvlaki-Lokale gibt es buchstäblich an jeder Ecke.
10. Lissabon: Atlantische Aromen Portugals
Lissabon schließt die Top 10 des Rankings ab. Das Bild der städtischen Gastronomie wird hier von der Tradition des reichlich belegten Brotes, Meeresfrüchten und der Einfachheit der Rezepte geprägt. Die Imbissbar „Bifanas do Afonso“ im Stadtteil Baixa serviert seit über 50 Jahren Sandwiches mit Schweinelende in einer Soße aus Weißwein, Salat und Knoblauch. Im Time Out Market Lisboa bietet Küchenchef Henrique Sa Pessoa eine eigene Version der Bifana mit „Secreto“-Fleisch vom schwarzen Schwein an.
86 % der Einheimischen halten die Restaurantszene für fantastisch, obwohl nur 37 % sie als erschwinglich bezeichneten. Dafür halten 94 % der Einwohner Kaffee für wirklich erschwinglich. 58 % der Befragten bezeichneten die Stadt als gastfreundlich und herzlich.
Typisches Gericht: Muscheln „à-bouillon-pato“ – ein Gericht aus dem 19. Jahrhundert mit einer Soße aus Olivenöl, Knoblauch, Koriander und Zitrone, das an die Nähe zum Atlantik erinnert.
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Zur Erinnerung! In unserem letzten Beitrag haben wir über den besten Strand Europas 2026 berichtet.
Foto: Magnific
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Häufig
gestellte Fragen
Wo auf der Welt kann man am günstigsten in Restaurants essen?
Welche Länder sind für das beste Streetfood bekannt?
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