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Fördermittel für Unternehmen in Europa im Jahr 2026: Wo man Finanzmittel erhalten kann

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Fördermittel für Unternehmen in Europa im Jahr 2026: Wo man Finanzmittel erhalten kann

In Europa können Unternehmer mehrere Tausend bis zu mehreren zehn Millionen Euro für die Gründung, den Ausbau und die Skalierung ihres Unternehmens einwerben. Im Jahr 2026 stehen Fördermittel für die Bereiche KI, MedTech, Mobilität, Deep Tech, Kreativwirtschaft und weitere Bereiche zur Verfügung. Erfahren Sie mehr über aktuelle Fördermittel und Programme zur Unternehmensförderung in Europa, die Förderbeträge, Fristen und Anforderungen an Antragsteller

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Im Jahr 2026 bieten europäische Förderprogramme für Unternehmen Finanzmittel von mehreren Tausend Euro für Teams in der Frühphase bis hin zu Dutzenden Millionen für technologische Scale-ups. Allein das Budget des EIC Accelerator beläuft sich in diesem Jahr auf 634 Mio. €, und einzelne Unternehmen können einen Zuschuss von bis zu 2,5 Mio. € erhalten und Investitionen in Höhe von bis zu 10 Mio. € einwerben. Zudem stehen Programme für KI, Biotech, Mobilität, Healthtech, die Kreativwirtschaft und andere Sektoren zur Verfügung.


Dabei unterscheiden sich die Bedingungen erheblich. Ein Teil der Programme steht Unternehmen aus allen EU-Ländern und den mit „Horizon Europe“ assoziierten Staaten offen. Andere erfordern die Registrierung des Unternehmens in einem bestimmten Land, die Beteiligung an einem internationalen Konsortium oder eine Eigenbeteiligung. Daher ist es wichtig, vor der Einreichung eines Antrags nicht nur den Höchstbetrag der Förderung, sondern auch den Status des Antragstellers, den Sektor, die Entwicklungsphase des Projekts und die förderfähigen Ausgaben zu prüfen.


Im Folgenden haben wir die im Jahr 2026 aktuellen Programme zusammengestellt, an denen sich Unternehmen noch orientieren können, sowie deren wichtigste Anforderungen, Förderbeträge und Fristen.


In unserem vorherigen Artikel haben wir eine Rangliste der reichsten Länder der Welt im Jahr 2026 nach ihrem BIP vorgestellt.


Geschäftstätigkeit birgt stets Risiken: Steuern, Verträge, Kontrollen, Konflikte mit Partnern oder Behörden. Ein Anwalt für Wirtschaftsrecht hilft Ihnen, schwerwiegende Fehler zu vermeiden und die Interessen Ihres Unternehmens in jeder Entwicklungsphase zu schützen. 

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EIC Accelerator: bis zu 2,5 Mio. € Zuschuss und 10 Mio. € Investitionen


Der EIC Accelerator ist eines der größten EU-Programme für Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen, die risikoreiche Innovationen entwickeln, die das Potenzial haben, einen neuen Markt zu schaffen oder einen bestehenden Markt wesentlich zu verändern. Das Programm läuft im Rahmen von „Horizon Europe“ und richtet sich in erster Linie an Technologien, die die frühe Entwicklungsphase bereits hinter sich haben und sich in etwa auf den TRL-Stufen 6–8 befinden.


Im Jahr 2026 beläuft sich das Gesamtbudget des EIC Accelerator auf 634 Mio. €. Davon sind 414 Mio. € für den EIC Accelerator Open vorgesehen, bei dem innovative Projekte aus nahezu jedem Technologiebereich eingereicht werden können, sowie weitere 220 Mio. € für die thematischen EIC Accelerator Challenges. Zu den Prioritäten in diesem Jahr zählen fortschrittliche Werkstoffe für die erneuerbare Energie, Fusionstechnologien, Biotechnologie zur Bodensanierung, kritische Rohstoffe sowie Deep-Tech-Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel.


Die finanzielle Unterstützung kann Folgendes umfassen:

- Einen Zuschuss von bis zu 2,5 Mio. € für innovative Aktivitäten, die in der Regel innerhalb von 24 Monaten umgesetzt werden müssen

- Investitionen von 1 Mio. € bis 10 Mio. € in Form von Eigenkapital oder Quasi-Eigenkapital

- Blended Finance, d. h. eine Kombination aus Zuschuss und Investitionsfinanzierung

- Zugang zu Business Acceleration Services, Mentoren, Investoren und Unternehmenspartnern


Bewerben können sich einzelne Start-ups und KMU sowie in bestimmten Fällen natürliche Personen, die die Gründung eines Unternehmens planen. Für reine Investitionsfinanzierungen sind auch Small-Mid-Caps zugelassen.


Das Auswahlverfahren erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst reicht das Unternehmen einen Kurzvorschlag ein. Wenn dieser die Bewertung besteht, wird der Antragsteller aufgefordert, einen vollständigen Vorschlag zu erstellen; anschließend durchlaufen die stärksten Projekte ein Interview mit der EIC-Jury. Kurzvorschläge können das ganze Jahr über eingereicht werden, sodass Unternehmen nicht auf einen einzigen jährlichen Wettbewerb beschränkt sind.


Der EIC Accelerator ist vor allem für Unternehmen interessant, denen ein kleiner Startzuschuss bereits nicht mehr ausreicht. Die Europäische Kommission sucht nach Projekten mit hohem technologischen Risiko, erheblichem Skalierungspotenzial und einem Finanzierungsbedarf, den der private Markt bislang noch nicht eigenständig decken kann.


In einem früheren Beitrag haben wir über die neuen Regeln zur Steueransässigkeit im Rahmen des Individual Tax Programme auf Malta 2027 berichtet.


EIC STEP Scale Up: 10 Mio. € bis 30 Mio. € für die Skalierung des Unternehmens


EIC STEP Scale Up richtet sich nicht mehr an Start-ups in der Frühphase, sondern an Unternehmen, die die Tragfähigkeit ihrer Technologie unter Beweis gestellt haben und sich auf eine große Finanzierungsrunde vorbereiten. Im Jahr 2026 beträgt das Budget des Programms 300 Mio. €, wobei ein Unternehmen zwischen 10 Mio. € und 30 Mio. € in Form von Eigenkapitalbeteiligungen einwerben kann.


Das Hauptziel des Programms ist es, europäischen Technologieunternehmen dabei zu helfen, große Finanzierungsrunden in Höhe von etwa 50 bis 150 Millionen Euro und mehr abzuschließen. Das EIC tritt nicht als alleiniger Investor auf, sondern als Katalysator für privates Kapital: Der Antragsteller muss das vorläufige Interesse eines qualifizierten Investors nachweisen, der bereit ist, mindestens 20 % der geplanten Finanzierungsrunde zu übernehmen.


Die Finanzierung richtet sich in erster Linie an strategische Technologiebereiche:

- Digital- und Deep-Tech

- Saubere und ressourceneffiziente Technologien

- Netto-Null-Technologien

- Biotechnologie


Bewerben können sich einzelne KMU, Start-ups und Small-Mid-Caps mit weniger als 500 Mitarbeitern. Ein Investor kann den Antrag auch im Namen eines Unternehmens einreichen, das die Kriterien des Programms erfüllt. Für die meisten Teilnehmer muss das Unternehmen in einem EU-Mitgliedstaat oder einem assoziierten Land registriert sein.


Das Auswahlverfahren basiert auf dem Prinzip der kontinuierlichen Einreichung: Anträge können das ganze Jahr über eingereicht werden, und die Bewertung findet mehrmals statt. Nach Abschluss der September-Runde ist der nächste Termin für die Auswahl der Anträge im Jahr 2026 der 25. November.


Der Wettbewerb ist dabei groß. So gingen beispielsweise in der Runde, deren Ergebnisse im Juli 2026 bekannt gegeben wurden, 24 Anträge beim EIC ein; 17 Unternehmen wurden zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, doch nur sechs erfüllten alle Kriterien und wurden für eine Investition empfohlen. Insgesamt können sie rund 97 Millionen Euro erhalten. Bei der Auswahl im April wurde von 44 Bewerbern acht Unternehmen eine Finanzierung empfohlen.


Wir haben bereits berichtet, dass in Zypern die Regeln für die Steuererklärung geändert wurden.


EIT Urban Mobility Financial Support to Startups: bis zu 2,5 Mio. € für Mobilitätsprojekte


Das Programm „EIT Urban Mobility Financial Support to Startups“ fördert Start-ups, die im Bereich der städtischen Mobilität tätig sind. Im Jahr 2026 kann ein Unternehmen bis zu 2,5 Mio. € erhalten. Die nächste und letzte Frist in diesem Jahr ist der 16. November 2026.


Fünf Bereiche haben Priorität: Stadtlogistik, Shared Mobility und öffentlicher Nahverkehr, Mobilitätsdatenmanagement, Elektrifizierung des Verkehrs und alternative Kraftstoffe sowie Lösungen an der Schnittstelle von Gesundheit und Mobilität.


Das Programm richtet sich nicht an Ideen ohne fertiges Produkt, sondern an Unternehmen, die bereits über ein MVP, einen Prototyp oder ein Pilotprojekt verfügen und privates Kapital einwerben. EIT Urban Mobility beteiligt sich an der laufenden Investitionsrunde gemeinsam mit Risikokapitalfonds oder anderen privaten Investoren und tritt in der Regel nicht als Lead-Investor auf.


Die wichtigsten Kriterien für Bewerber:

- Das Unternehmen muss sich in der Pre-Seed-, Seed- oder Series-A-Phase befinden und bereits eine aktive Fundraising-Runde durchführen

- Das Produkt muss einen Bezug zum Markt der urbanen Mobilität haben

- Es muss ein Prototyp, ein Pilotprojekt oder ein MVP vorliegen

- Die Pre-Money-Bewertung des Unternehmens darf 50 Mio. € nicht überschreiten

- Die Gründer oder Mitglieder des Führungsteams müssen zusammen vor der aktuellen Finanzierungsrunde mehr als 40 % des Eigenkapitals halten

- Der Bewerber darf noch nicht zum Beteiligungsportfolio von EIT Urban Mobility gehören

- Die juristische Person muss in einem EU-Land oder einem mit „Horizon Europe“ assoziierten Staat registriert sein


Das Programm ist vor allem für Start-ups relevant, die ihr Produkt bereits getestet haben und Kapital suchen, um in neue Städte zu expandieren, ihre Technologie weiterzuentwickeln oder ihr Geschäftsmodell zu skalieren.


Erfahren Sie mehr über die europäischen Länder mit den höchsten Unternehmenssteuersätzen unter diesem Link.


AI Entrepreneurs Lab: 10.000 € für KI- und Robotik-Projekte


AI Entrepreneurs Lab – ein Programm für Masterstudierende, Doktoranden, Absolventen und junge Teams, die an anwendungsorientierten Lösungen im Bereich der künstlichen Intelligenz und Robotik arbeiten. Im Jahr 2026 läuft der Wettbewerb bis zum 21. Oktober, und die fünf besten Teams können jeweils 10.000 € für die Projektentwicklung erhalten.


Das Programm richtet sich speziell an die Frühphase. Eine Bewerbung ist auch ohne eingetragenes Unternehmen möglich – einzeln oder als Team mit bis zu zwei Personen. Gleichzeitig muss die Idee eine klare praktische Anwendung und ein reales Potenzial für die Gründung eines Unternehmens aufweisen.


Hauptkriterien:

- KI oder Robotik müssen ein zentraler Bestandteil des Produkts sein und dürfen keine Nebenfunktion darstellen

- Das Projekt muss ein konkretes Marktproblem lösen

- Ein frühes Konzept oder ein kürzlich gegründetes Pre-Launch-Start-up sind zulässig

- Zu den Schwerpunktbereichen gehören KI-Agenten, autonome Systeme, Edge-KI, KI-Infrastruktur, Robotik-Intelligenz, vertrauenswürdige KI, generative Modelle und industrielle KI

- Der Bewerber muss bereit sein, die Idee an echten Nutzern zu testen und sie Investoren sowie Experten vorzustellen


Bis zu 15 Teilnehmer werden in das Programm aufgenommen. Sie durchlaufen ein fünftägiges Bootcamp in drei Städten mit Mentorenunterstützung, Customer Discovery, Test des Geschäftsmodells und Vorbereitung auf die Kapitalbeschaffung. Die Abschlussphase ist der Demo Day, nach dessen Ergebnissen bis zu fünf Teams Geldpreise erhalten. Für die Teilnehmer kann auch eine Unterstützung bei den Reise- und Aufenthaltskosten vorgesehen sein.


In einem früheren Artikel haben wir darüber berichtet, wie man 2026 in Belgien ein Unternehmen gründet.


EIT Health Innovation Uptake: bis zu 650.000 € für Healthtech-Lösungen


Der „Innovation Uptake Call“ von EIT Health richtet sich an digitale, datengesteuerte und KI-basierte Lösungen im Gesundheitswesen, die bereits die frühen Entwicklungsphasen durchlaufen haben und bereit sind, auf dem europäischen Markt skaliert zu werden. Im Jahr 2026 beträgt das Gesamtbudget der Ausschreibung bis zu 5,2 Mio. €, wobei ein einzelnes Projekt bis zu 650.000 € erhalten kann. Die Einreichungsfrist endet am 16. September 2026.


Die Förderung deckt maximal 50 % der Gesamtkosten des Projekts ab, daher benötigen die Antragsteller eine Eigenfinanzierung oder eine Kofinanzierung durch Dritte. Für KMU, die ein Konsortium leiten, sind im Rahmen des Zuschusses 400.000 bis 500.000 € vorgesehen. Insgesamt plant EIT Health, bis zu acht Projekte zu finanzieren.


Grundlegende Anforderungen:

- Das Konsortium muss aus mindestens zwei unabhängigen juristischen Personen aus verschiedenen Ländern bestehen

- Die Partner müssen mindestens zwei Komponenten des „Knowledge Triangle“ vertreten: Wirtschaft, Forschung oder Bildung

- Das Projekt muss von einem KMU oder einem anderen Unternehmen geleitet werden, das für die Kommerzialisierung der Lösung verantwortlich ist

- Natürliche Personen können sich nicht bewerben

- Die Antragsteller müssen in Ländern registriert sein, die die Anforderungen von „Horizon Europe“ erfüllen

- Die Lösung muss ausreichend ausgereift sein, um auf den Markt gebracht und skaliert zu werden


Die Mittel können für die Pilotumsetzung der Technologie in realen medizinischen Einrichtungen, die Anpassung des Produkts an den Markt, Usability-Tests, die Überprüfung des Geschäftsmodells, gesundheitsökonomische Analysen sowie die Ausarbeitung einer Erstattungsstrategie verwendet werden.


EIT Health legt zudem konkrete Leistungsindikatoren fest. Die geförderten Lösungen müssen auf den Markt gebracht werden und innerhalb eines Jahres nach Projektabschluss mindestens 10.000 € Umsatz erzielen sowie innerhalb von drei Jahren potenziell mindestens 150.000 Patienten oder Bürger erreichen.


Erfahren Sie mehr über die Top-5-EU-Länder für die Gründung eines stationären Unternehmens im Jahr 2026 unter diesem Link.


EIT Culture & Creativity Shape / Scale: bis zu 500.000 € für kreative Unternehmen


Im August 2026 hat EIT Culture & Creativity eine neue Ausschreibung für Start-ups und Scale-ups in der Kultur- und Kreativwirtschaft veröffentlicht. Das Gesamtbudget des Programms beträgt 8,6 Mio. €, und Bewerbungen werden bis zum 12. Oktober 2026 entgegengenommen. Bei der aktuellen Ausschreibung stehen drei Bereiche im Vordergrund: Mode, Architektur und audiovisuelle Medien.


Die Förderung gliedert sich in zwei Programme:

1. Shape Acceleration Programme – bis zu 100.000 € für Start-ups mit bereits nachgewiesener Marktnachfrage; die besten Teams können nach dem Demo Day weitere bis zu 100.000 € erhalten

2. Scale Post-Acceleration Programme – bis zu 200.000 € für Start-ups und Scale-ups mit nachgewiesener Produkt-Markt-Passung und regelmäßigen Einnahmen

3. Unternehmen mit Hauptsitz in Ländern des EIT Regional Innovation Scheme können im Rahmen von „Scale“ einen Betrag von bis zu 500.000 € beantragen.


Grundvoraussetzungen:

- Der Antragsteller muss ein eingetragenes Wirtschaftsunternehmen sein

- Das Unternehmen muss im Kultur- oder Kreativsektor tätig sein

- Die juristische Person muss in einem EU-Land oder einem mit „Horizon Europe“ assoziierten Staat registriert sein

- Die Lösung muss technologisch und marktorientiert sein und das Potenzial zur Nutzung von geistigem Eigentum aufweisen

- Für „Shape“ sind erste Nachweise für Traktion erforderlich, beispielsweise Pilotkunden oder erste Umsätze

- Für „Scale“ sind Produkt-Markt-Passung, regelmäßige Einnahmen und das Potenzial zur internationalen Skalierung erforderlich

- Teilnehmer an „Scale“ müssen entweder in den letzten 18 Monaten bereits Investitionen in Höhe von mindestens 200.000 € eingeworben haben oder über einen Lead-Investor sowie unterzeichnete Term Sheets über mindestens denselben Betrag verfügen


EIT Culture & Creativity kann bis zu 100 % der förderfähigen Kosten übernehmen, sofern diese nicht parallel durch andere EU-Programme finanziert werden. Die Mittel können insbesondere für die Geschäftsentwicklung, die Erschließung neuer Märkte, Marketing, den Ausbau des Teams, die Zusammenarbeit mit Investoren sowie rechtliche oder IP-Beratung verwendet werden. Im Rahmen des Wettbewerbs sollen etwa 50 Unternehmen gefördert werden.


In einem früheren Artikel haben wir berichtet, wie man 2026 ein Unternehmen in Tschechien gründet: Steuern, Kosten und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.


Gründungszuschuss in Deutschland: Unterstützung für die Gründung eines eigenen Unternehmens


Der Gründungszuschuss ist ein Programm der Bundesagentur für Arbeit für Personen, die Arbeitslosengeld I beziehen und den Schritt in die Selbstständigkeit planen. Es handelt sich dabei nicht um einen Investitionszuschuss zum Ausbau des Unternehmens, sondern um eine finanzielle Unterstützung bei der Unternehmensgründung, die dazu dient, die persönlichen Ausgaben des Unternehmers in den ersten Monaten der Geschäftstätigkeit zu decken.


In der ersten Phase kann der Antragsteller sechs Monate lang einen Betrag in Höhe seines Arbeitslosengeldes I sowie zusätzlich 300 € monatlich für Sozialversicherungsbeiträge erhalten. Danach kann die Förderung um weitere neun Monate in Höhe von 300 € pro Monat verlängert werden.


Grundvoraussetzungen:

- Der Antragsteller muss Arbeitslosengeld I beziehen

- Zum Zeitpunkt der Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit müssen noch mindestens 150 Tage Anspruch auf Arbeitslosengeld I verbleiben

- Die künftige Tätigkeit muss die Hauptbeschäftigung darstellen

- Es müssen ausreichende berufliche Kenntnisse und Erfahrungen nachgewiesen werden, die für die Führung des Unternehmens erforderlich sind

- Das Geschäftsmodell muss wirtschaftlich tragfähig sein

- Die Tragfähigkeit des Geschäftsplans muss von einer kompetenten Stelle bestätigt werden, beispielsweise von einer Industrie- und Handelskammer, einer Bank oder einem Steuerberater


Vor der Antragstellung müssen ein Geschäftsplan, eine Finanzprognose, eine Tätigkeitsbeschreibung sowie ein Nachweis der beruflichen Qualifikation vorbereitet werden. Die endgültige Entscheidung trifft die Bundesagentur für Arbeit, daher erfolgt die Auszahlung auch bei formaler Erfüllung der Voraussetzungen nicht automatisch.


Das Programm ist vor allem für diejenigen von Nutzen, die sich bereits in Deutschland aufhalten, Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben und von einer Anstellung oder aus der Arbeitslosigkeit in die Selbstständigkeit wechseln möchten, ohne in den ersten Monaten einen drastischen Einkommensrückgang hinnehmen zu müssen.


In unserem vorherigen Artikel haben wir erörtert, warum Portugal zu einem der attraktivsten Ziele für die reichsten Menschen der Welt geworden ist.


ERP-Gründerkredit „StartGeld“ in Deutschland: bis zu 200.000 € für Unternehmensgründer


Der ERP-Gründerkredit – StartGeld der staatlichen KfW ist ein zinsgünstiger Kredit für Gründer und junge Unternehmen in Deutschland. Die maximale Fördersumme beträgt 200.000 €, von denen bis zu 80.000 € als Betriebskapital genutzt werden können. Eigenkapital ist für die Teilnahme am Programm nicht zwingend erforderlich.


Der Kredit kann für Ausrüstung, Transport, Räumlichkeiten, Gehälter, Miete, Marketing, Beratung, den Einkauf von Waren sowie für den Erwerb eines bestehenden Unternehmens oder einer Unternehmensbeteiligung verwendet werden. Die Laufzeit der Finanzierung kann bis zu 10 Jahre betragen, die tilgungsfreie Zeit bis zu 2 Jahren. Die KfW übernimmt 80 % des Kreditrisikos, was Unternehmen mit geringer Sicherheitenbasis den Zugang zu Finanzmitteln erleichtert.


Grundvoraussetzungen:

- Das Unternehmen muss in Deutschland registriert sein und dort Investitionen tätigen

- Das Unternehmen darf nicht länger als 5 Jahre bestehen

- Bewerben können sich Gründer, Freiberufler, junge Unternehmen und Unternehmer, die ein Unternehmen kaufen oder erben

- Sowohl eine hauptberufliche als auch eine nebenberufliche unternehmerische Tätigkeit sind zulässig

- Das Programm richtet sich an kleine Unternehmen, nicht an mittlere und große Unternehmen

- Ab Februar 2026 steht die Finanzierung auch wieder einzelnen gemeinnützigen und sozialen Unternehmen zur Verfügung


Der Antrag wird nicht direkt bei der KfW, sondern über eine Bank oder einen anderen Finanzpartner gestellt. Es ist wichtig, den Kredit vor Beginn des zu finanzierenden Projekts zu beantragen. Die Höchstgrenze von 200.000 € gilt ab Dezember 2025; zuvor betrug sie 125.000 €.


Erfahren Sie mehr über die Rangliste der sichersten Länder für Investoren im Jahr 2026 , indem Sie dem Link folgen.


Business Partnerships Programme in Ukraine: bis zu 300.000 € für gemeinsame Projekte


Das „Business Partnerships Programme in Ukraine“ ist ein Programm der litauischen Central Project Management Agency, das partnerschaftliche Geschäftsprojekte zwischen litauischen und ukrainischen Unternehmen fördert. Das Gesamtbudget der Ausschreibung beträgt 1 Mio. €, wobei ein einzelnes Projekt bis zu 300.000 € an Fördermitteln erhalten kann.


Das Programm richtet sich an Projekte, die zum Wiederaufbau der Ukraine, zur Schaffung von Arbeitsplätzen, zur Entwicklung der lokalen Produktion, zum Export sowie zu langfristigen Geschäftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern beitragen. Für kleine und mittlere Unternehmen kann die Förderung bis zu 70 % der förderfähigen Kosten abdecken; den Rest müssen die Unternehmen selbst aufbringen.


Grundlegende Anforderungen:

- Das Projekt muss in Partnerschaft zwischen litauischen und ukrainischen Unternehmen umgesetzt werden

- Die Antragsteller müssen über ein klares Geschäftsmodell und einen definierten wirtschaftlichen Nutzen verfügen

- Das Projekt muss eine echte kommerzielle Zusammenarbeit vorsehen und darf sich nicht nur auf Beratungs- oder humanitäre Aktivitäten beschränken

- Eine Eigenbeteiligung ist erforderlich

- Die Kosten müssen den Zielen des Programms entsprechen und durch Belege nachgewiesen werden

- Bevorzugt werden Initiativen mit dem Potenzial zur Schaffung von Arbeitsplätzen, zur Entwicklung der Produktion und zur Stärkung der Geschäftsbeziehungen zwischen Litauen und der Ukraine


Dieses Programm ist für Unternehmen interessant, die bereits eine Partnerschaft mit litauischen Unternehmen haben oder planen und nach Finanzierung für ein gemeinsames Investitions- oder Produktionsprojekt suchen.


In unserem vorherigen Artikel haben wir darüber berichtet, wie man seine Finanzen legal in Rechtsordnungen diversifizieren kann, die 2026 nicht dem CRS unterliegen.


European Prize for Women Innovators: bis zu 100.000 € für Unternehmerinnen


Der European Prize for Women Innovators ist eine gemeinsame Initiative des European Innovation Council und des European Institute of Innovation and Technology. Das Programm unterstützt Frauen, die innovative Unternehmen in Europa gegründet haben oder leiten. Die aktuelle Ausschreibung wurde am 2. September 2026 eröffnet; Bewerbungen werden bis zum 1. Dezember 2026 entgegengenommen.


Die Höhe der Fördermittel hängt von der Kategorie ab. In der Hauptkategorie „EIC Women Innovators“ sind drei Preise vorgesehen:

- 100.000 € für den ersten Platz

- 70.000 € für den zweiten Platz

- 50.000 € für den dritten Platz


Für „Rising Innovators“, also vielversprechende Unternehmerinnen unter 35 Jahren, betragen die Preisgelder 50.000 €, 30.000 € und 20.000 €. Separat wird der „EIT Women Leadership Award“ mit Preisgeldern in Höhe von 50.000 €, 30.000 € und 20.000 € vergeben.


Hauptkriterien:

- Die Bewerberin muss eine Frau und Gründerin oder Mitgründerin eines innovativen Unternehmens sein

- Das Unternehmen muss in einem EU-Land oder einem mit „Horizon Europe“ assoziierten Staat registriert sein

- Das Unternehmen muss eine echte innovative Komponente aufweisen und eine spürbare wirtschaftliche oder gesellschaftliche Wirkung zeigen

- Für die Kategorie „Rising Innovators“ gilt eine Altersgrenze von 35 Jahren

- Eine Teilnehmerin kann sich nur in einer Kategorie bewerben


Das Geschäftsfeld ist nicht auf einen Sektor beschränkt: Zu den relevanten Bereichen zählen Deep Tech, digitale Lösungen, Gesundheit, Klimatechnologien, Biotechnologie und andere innovative Bereiche. Die Gewinner werden von einer unabhängigen Jury anhand des Innovationsgrades, der Wirkung des Unternehmens und der Führungsqualitäten der Bewerberin ausgewählt.


Im Gegensatz zu den meisten Förderprogrammen ist es hier nicht erforderlich, ein Konsortium zu bilden oder ein separates Projektbudget vorzulegen. Es handelt sich um einen Geldpreis für ein bereits gegründetes innovatives Unternehmen und die Leistungen seiner Gründerin.


Was sollte man vor der Einreichung eines Förderantrags prüfen?


Selbst ein starkes Geschäftsprojekt kann abgelehnt werden, wenn die Antragstellerin die Bedingungen des Wettbewerbs formal nicht erfüllt oder das Budget falsch berechnet hat. Vor der Einreichung des Antrags sollten die Förderfähigkeit, die förderfähigen Ausgaben und die Anforderungen an die Kofinanzierung gesondert geprüft werden.


Achten Sie vor allem auf folgende Kriterien:

- Status des Unternehmens – Start-up, KMU, Mid-Cap, gemeinnützige Organisation oder natürliche Person

- Land der Registrierung und Liste der förderfähigen Länder

- Bestehungszeit des Unternehmens, falls das Programm Beschränkungen für junge Unternehmen vorsieht

- Produktphase – Idee, Prototyp, MVP, Pilotprojekt, marktreife Lösung

- Anforderungen an den Eigenbeitrag oder die Einbindung eines privaten Investors

- Förderfähige Ausgaben: Gehälter, Ausrüstung, F&E, Marketing, Beratung, Pilotprojekte

- Notwendigkeit eines internationalen Konsortiums oder von Partnern aus mehreren Ländern

- Einreichungsfrist und -format – einige Programme haben einen einzigen Ausschreibungstermin pro Jahr, andere arbeiten mit fortlaufender Einreichung

- Vorgeschriebene Finanz- und Marktkennzahlen, z. B. Umsatz, Unternehmensbewertung, eingeworbene Investitionen oder Kundenzahl


Besonders wichtig ist es, die Kofinanzierung richtig einzuschätzen. Wenn das Programm 50 % der Kosten übernimmt, bedeutet ein Zuschuss von 500.000 € faktisch, dass das Gesamtbudget des Projekts etwa 1 Mio. € betragen muss. Die restlichen Mittel muss das Unternehmen selbst oder aus anderen zulässigen Quellen bereitstellen.


Für die meisten Programme sind außerdem ein Businessplan, ein Finanzmodell, eine Produktbeschreibung, ein Projektbudget, ein Pitch Deck und ein Nachweis der Marktnachfrage erforderlich. Bei F&E- und Deep-Tech-Ausschreibungen können zusätzlich technische Unterlagen, Angaben zum geistigen Eigentum, der technologische Reifegrad und ein Kommerzialisierungsplan verlangt werden.


Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Regeln zur Doppelfinanzierung. Dieselben Ausgaben dürfen in der Regel nicht gleichzeitig aus zwei EU-Programmen finanziert werden. Daher müssen Unternehmen, die bereits staatliche oder europäische Fördermittel erhalten, vor Einreichung eines neuen Antrags die Kompatibilität der Finanzierungsquellen prüfen.


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Zur Erinnerung! Planen Sie, im Rahmen des Golden-Visa-Programms in Immobilien zu investieren? Wir haben Ihnen bereits mitgeteilt, welche Programme sich 2025 als besonders profitabel für Investoren erwiesen haben. Der Artikel vergleicht die Vereinigten Arabischen Emirate, Griechenland, die Türkei, Lettland und asiatische Länder hinsichtlich der tatsächlichen Rendite von Immobilien und der wichtigsten Risiken, die vor einer Investition beachtet werden sollten.




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Wir überwachen die Richtigkeit und Relevanz unserer Informationen. Sollten Sie also Fehler oder Unstimmigkeiten feststellen, wenden Sie sich bitte an unsere Hotline.

Häufig

gestellte Fragen

Können Ausländer in Europa einen Förderzuschuss für ihr Unternehmen erhalten?

Ja. Bei vielen Programmen ist nicht die Staatsangehörigkeit des Gründers entscheidend, sondern das Land, in dem das Unternehmen registriert ist, sein Status, sein Tätigkeitsbereich und die Erfüllung der Bedingungen der jeweiligen Ausschreibung. Bei nationalen Programmen können zusätzliche Anforderungen hinsichtlich des Wohnsitzes oder der Geschäftstätigkeit in einem bestimmten Land gelten.

Welchen Betrag kann man im Jahr 2026 für die Unternehmensentwicklung erhalten?

Müssen die Fördermittel zurückgezahlt werden?

Muss man ein eingetragenes Unternehmen haben, um einen Antrag stellen zu können?

Wo kann man aktuelle Fristen und Förderbedingungen einsehen?

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